Gründerpreis: Schüler stürmen mit Ideen den Markt

Von: Lars Odenkirchen
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Frische Ideen für fiktive Firmen: Drei der vier Schülerteams aus der Städteregion, die am Gründerpreis teilnehmen, stellten bei der Sparkasse ihre unternehmerischen Konzepte vor. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Es ist der ganz alltägliche Wahnsinn im Supermarkt: Die Gänge sind verstopft mit Einkaufswagen, an der Kasse stauen sich die Schlangen, und am Ende muss man hetzen, um die gekauften Waren irgendwie in den Wagen zu legen. Damit soll jetzt Schluss sein, denn die „Jamilly cooperation” aus Herzogenrath hat ein neues Konzept entwickelt, um Einkaufen moderner, komfortabler und schneller zu gestalten.

Auf den Markt bringen wird das Unternehmen die Idee so schnell allerdings nicht, denn „Jamilly” ist keine „echte” Firma, sondern ein Team von drei Schülern des Herzogenrather Berufskollegs, das am „deutschen Gründerpreis für Schüler” teilnimmt. Der Gründerpreis ist ein Wettbewerb, bei dem Schülerinnen und Schüler fiktive Unternehmen gründen und innovative Geschäftskonzepte entwickeln müssen. Die Teams müssen sich dabei Aufgaben stellen, die auch echte Existenzgründer erwarten.

Das Teilnehmerfeld beim diesjährigen Gründerpreis ist allerdings in der Städteregion übersichtlich: Vier Teams - neben den Herzogenrathern noch drei aus der Stadt Aachen - konkurrieren miteinander. Bei der Auftaktveranstaltung in den Räumen der Sparkasse Aachen mussten die Schülerinnen und Schüler nun ihre Konzepte vorstellen. Dabei präsentierten Jamilly, „BHK” vom Pius-Gymnasium sowie „Weight up” vom Kaiser-Karls-Gymnasium ihre Ideen. „BHK” möchte Musikern das Leben erleichtern: Statt Notenheften sollen Hobby- wie Berufsmusiker in Zukunft ihre Noten von einem handlichen Gerät mit Touchscreen ablesen können. Das erleichtert das Umblättern und soll dank des digitalen Vertriebs der Noten Kosten sparen.

Ein handliches Gerät möchte auch „Weight up” anbieten. Ein Scanner soll die gesunde Ernährung erleichtern, in dem er Informationen über Nährwerte, Zucker- oder Fettgehalt liefert. Die Software merkt sich außerdem den Tageskonsum der Familie und kann so verraten, ob es abends zum Film eine Chipstüte sein darf oder ob man sich doch besser auf den Apfel beschränkt.

Das Einkaufen radikal verändern will hingegen „Jamilly”: Statt Einkaufswagen wollen die Herzogenrather im Supermarkt der Zukunft Scanner einsetzen, mit denen man durch den Laden läuft. Damit geht es anschließend zur Kasse, die gekauften Waren erhält man dann am Automaten frisch aus dem Lager. Als viertes Team ist die „ITA GmbH” des Aachener Berufskollegs für Gestaltung und Technik am Start, das aber verhindert war und sein Konzept nicht vorstellen konnte.

Eines ist allen vier Teams gemein: Das große Ziel ist Berlin. Denn nach der Siegerehrung in Aachen am 9. Juni steht auch noch der bundesweite Vergleich an. Das beste Team darf dann schließlich nach Berlin und dort beim „Gründerpreis” einmal vorfühlen, wie es sich bei „richtigen” Unternehmern so anfühlt.
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