Grün in der Stadt Aachen: Sind alle Bäume heilig?

Grün in der Stadt Aachen: Sind alle Bäume heilig?

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Aachen. Der Förderverein „Aachen Fenster – raum für bauen und kultur“ setzt am Dienstag, 15. Januar, 18.30 Uhr, im Aachen Fenster am Büchel seine Veranstaltungsreihe Stadtatmosphäre zum Thema „Grün in der Stadt“ fort mit Vorträgen der Landschaftsarchitekten und ehemaligen Mitgliedern des Architektenbeirates der Stadt Prof. em. (TU Berlin) Heinz W. Hallmann und Prof. Norbert Kloeters (FH Aachen).

Ausgehend von jüngsten Entscheidungen und heftigen Diskussionen zum Umgang mit Bäumen in unserer Stadt möchten sie einen Beitrag zur Versachlichung und Entideologisierung der Debatten vor Ort leisten.

Im Innenstadtkonzept 2002 von Scheuven/Wachten heißt es: „Eine der großen Qualitäten der Aachener Innenstadt ist die Dichte und die Kompaktheit ihrer städtischen Struktur“, historisch noch geprägt von der „steinernen Stadt“ des Mittelalters im öffentlichen Raum. In der Badestadt Aachen wird die Gestaltung von öffentlichen Grünräumen seit Anfang des 19. Jahrhunderts durch die Anlage von Promenaden in die freie Landschaft, der Alleenringe, des Lous- und Salvatorbergs – einer der ersten Bürgerparks in Deutschlands – oder des Kurgartens schon sehr früh eine städtische Aufgabe. Mit der Industrialisierung und des unglaublichen Flächenwachstums der Stadt in den Nachkriegsjahrzehnten, wird die ökologische wie stadtklimatische Bedeutung des Grüns in und am Rande der Stadt immer wichtiger, um die Lebens- und Aufenthaltsqualität in der Stadt zu verbessern.

Die Vorschläge des Innenstadtkonzeptes zu einzelnen Räumen wie Hochschulviertel, Elisengarten oder Alleen machen aber deutlich, wie wichtig über das Ökologische hinaus auch die Gestaltqualität der vom Grün, zumal von Bäumen geprägten öffentlichen Räume ist. Denn sie sind für das Bild, das Profil einer Stadt ebenso entscheidend wie die Gebäude dahinter. Diese Erkenntnis musste manchem Verkehrs- und Stadtplaner aber auch manchem „Biotopisten“ abgerungen werden. Nicht der einzelne Baum ist per se wichtig und unverzichtbar, sondern der richtige Baum an der richtigen Stelle. Darüber mit den Bürgern eine qualifizierte Diskussion zu erreichen, das ist das Anliegen des Fördervereins.

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