Aachen - Großprojekt: Theater 99 zeigt Ayckbourns Komödie „Konfusionen“

Großprojekt: Theater 99 zeigt Ayckbourns Komödie „Konfusionen“

Von: Svenja Pesch
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Die aufwendigste Produktion in der Geschichte des Theater 99: Zusammen mit dem Blaclout- und dem Spürbar-Theater wird Alan Ayckbourns Komödie „Konfusionen“ inszeniert. Betetiligt sind unter anderem 17 Darsteller und vier Regisseure.

Aachen. Selten ist der Titel eines Theaterstückes so passend, wie in der aktuellen Produktion des Theater 99. Denn mit der Komödie „Konfusionen“ von Alan Ayckbourn präsentieren die Schauspieler nicht nur eine der bisher aufwendigsten Inszenierungen ihrer Theatergeschichte, der Inhalt des Stückes ist vor allem eins: konfus.

„Wir sind alleine 17 Akteure auf der Bühne und noch einige Tänzer. Vier Regisseure und Choreografin Yvonne Eibig arbeiten gemeinsam an dieser Komödie“, erzählt Jutta Kröhnert vom Theater 99. Das Besondere ist zudem, dass bei „Konfusionen“ nicht nur Darsteller des Theater 99 mitwirken, sondern auch Schauspieler, Tänzer, Künstler und freischaffend Kreative aus dem Blackout-Theater oder dem Spürbar-Theater. „Die Komödie besteht aus fünf unabhängigen Akten und jeder Regisseur arbeitet mit seiner Crew. Wir wollten einfach mal etwas gruppenübergreifendes machen und da passte die aktuelle Produktion gut“, ergänzt Kröhnert.

Inhaltlich sind die fünf Szenen zwar unabhängig voneinander, aber durch übergreifende Charaktere miteinander verbunden. Die Liebe und wirre Beziehungsgeflechte geben in den jeweiligen Aufzügen Anlass zum Lachen und halten dem Besucher nicht selten einen Spiegel vor. So beginnt die Komödie Ayckbourns aus dem Jahr 1974 in einer bürgerlichen Nachbarschaftssiedlung.

Der „außerhäuslich aktive“ Ehemann führt eine Dreiecksbeziehung mit seiner Nachbarin. Soweit nichts Ungewöhnliches. Wäre da nicht sein Auftreten, das so gar nicht zu dem Image eines Playboys passt, sondern eher das eines Muttersöhnchens ist.

Von der spießigen Wohngegend geht es in der nächsten Szene in eine feine Hotelbar. Wieder geht es um Partnerschaften, Ehestreitigkeiten und Affären. „Es tun sich wahre Abgründe auf und keine der Personen ist wirklich frei“ erzählt Regisseurin Ricarda Schumann und ergänzt: „Das Problem, das sich wie ein roter Faden durch die gesamte Inszenierung zieht, ist die mangelnde oder komplett fehlende Kommunikation. Und wenn gesprochen wird, dann häufig aneinander vorbei.“

Das sorgt natürlich für jede Menge Verwirrungen und zuweilen skurrile Momente, bei denen jeder sicher schmunzelnd feststellen wird, dass ihm das auf der Bühne gezeigte doch irgendwie recht bekannt vorkommt.

„Ein Problem haben wir neben dem gewollten Chaos auf der Bühne aber schon“, sagt Darsteller Thorsten Schumann und ergänzt lachend. „Es ist wirklich toll, dass wir so viele Akteure jeden Alters haben und dass auch getanzt wird, aber wie wir die ganzen Leute in einer nur acht Quadratmeter großen Maske fertig für den Auftritt machen sollen, ist mir noch ein Rätsel.“

Die Zuschauer können sich jedenfalls auf einen Abend voller Konfusionen freuen, vor und wahrscheinlich auch hinter der Bühne.

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