Großer Unmut rund ums „Dell“

Von: Günther Sander
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Richterich. Die Entwicklung des Wohngebiets „Richtericher Dell“, die Mittwochabend im Mittelpunkt der Sitzung der Bezirksvertretung stand, schien den meisten alles andere als zufriedenstellend: Fragen über Fragen gab es sowohl von den Bürgern, als auch von der Politik.

Seitens der Bürger wurde moniert, Anträge und Anfragen seien von der Verwaltung einfach „degradiert“ worden. Deren Kommentar: Hier seien ergänzende Bedingungen einzuhalten. Überhaupt geht die ganze Sache allen viel zu langsam. Man möge endlich das nötige Verfahren auf den Weg bringen, wurde gefordert. Die Bürger vermissen zudem die Suche nach Alternativen. In diesem Falle, so die Verwaltung, habe man sich an Vorgaben der Rahmenplanung zu halten. Eine Bündelung aller Verfahren wäre ein echter Bürgerwunsch, war in der Fragestunde nicht zu überhören. Man habe den Eindruck gewonnen, hier werde der „zweite vor dem ersten Schritt gemacht“. Überhaupt vermisse man eine klare Linie. Eine Baustraße, die dringend gewünscht werde, sei in den Planungen nicht zu erkennen.

Keinesfalls durch „Alt-Richterich“

Für Ratsherr Manfred Kuckelkorn (SPD) ist die Erschließung des Wohngebietes von großer Bedeutung. Umso wichtiger sei die Erschließungsstraße, denn auf keinen Fall dürfe der Baustellenverkehr über die Horbacher Straße fließen, also mitten durch „Alt-Richterich.“ Ein großes Problem hat Kuckelkorn damit, dass wegen des von vielen kritisierten Gestanks, verursacht durch das Regenrückhaltebecken, nun 150 Wohneinheiten geopfert werden sollen. Er als „alter Richtericher“ habe bis dato keinen Gestank wahrgenommen. Es sei schade, dass kurz vor der Zielgeraden der Zeitrahmen gesprengt zu werden drohe. Hubert Rothe (CDU) sieht im neuen „Dell“ eine Chance auch für jüngere Bauinteressenten, denn der Bedarf sei groß. Auch er wehrte sich vehement gegen Baustellenverkehr über die Horbacher Straße, die sei bereits ausgelastet.

Grüne begrüßen ein Abspecken

150 Wohneinheiten weniger, damit können die Grünen dagegen „gut leben.“ Man müsse auch an die Umweltbelastungen denken. Man sei ja sowieso schon auf 800 Wohneinheiten zurückgegangen. Ansonsten unterstütze man das Vorhaben. Nur könnten die Planungen noch andere Aspekte erhalten, meinte Dr. Otto-Wilhelm Kuhrt-Lassay. Gegenüber der AZ gab Leo Pontzen (CDU) zu verstehen, das Neubaugebiet sei „die Chance“, die es zu nutzen gelte. Für die FDP möchte sich Klaus Heeg „neutral“ verhalten, aber er begrüßt durchaus, dass man ein neues Wohngebiet bekommen werde.

Am Ende nahm die Bezirksvertretung den Sachstandbericht einstimmig zur Kenntnis, ebenso die Bebauungsplanänderung des Flächennutzungsplans, zu der ein Bürgerantrag der „Bürgerinteressen Richterich Dell“ vorgelegen hatte, der damit als behandelt gilt.

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