Großer Traum von der eigenen Konzerthalle

Von: eo
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Aachen. Man merkt Ruth Crumbach-Trommler an, dass es eine Herzensangelegenheit für sie ist, ein Traum: ein neues Konzerthaus für Aachen, mit rund 1000 Plätzen, schön gelegen im Kurgarten an der Monheimsallee.

In Kooperation mit den Betreibern des Eurogress wäre ein so großes Konzerthaus denkbar, mit einer Akustik, die dem Aachener Sinfonieorchester angemessen ist. Eben genau diese Idee war jetzt auch Thema bei der Mitgliederversammlung des Vereins „Haus für Musik Aachen“.

„Ein reiner Konzertsaal ist nicht vorgesehen“, meinte Oberbürgermeister Marcel Philipp und machte damit deutlich: Wenn überhaupt ein solches Gebäude entsteht, dann nur als Mehrzweckbau, etwa als Kongress- und Musiksaal. Gleichzeitig wartet die Stadt aber auch auf eine Entscheidung seitens der RWTH, denn derzeit steht auch ein neues Mehrzweckgebäude am entstehenden Campus-West zur Disposition.

Dieses würde sicherlich schmuckloser und weniger auffällig ausfallen, als sich der Verein dies wünscht, vielleicht müsste es auch als Mehrzweckturnhalle dienen können.

Die Kosten sind das Problem

Im Vordergrund stand bei der Mitgliederversammlung jedoch die Frage, wie sich ein solches Haus innerhalb des Kurgartens realisieren lassen könnte. Von den äußeren Umständen wurde wenig geredet. Aachen sei nicht nur eine Stadt der Wissenschaft, oder des „Shoppings“, wie Generalmusikdirektor Kazem Abdullah betonte, sondern auch eine Stadt der Kultur. Dies dürfe man nicht vergessen und müsse dies deutlicher hervorheben. Klar ist, dass viele Ideen und Vorstellungen des Vereins mit hohen Kosten verbunden ist. Philipp betonte, dass er ein solches Haus der Musik hinter dem Eurogress zwar schön fände, die finanziellen Mittel dafür allerdings nicht vorhanden seien.

Wird ein Gutachten erstellt?

Gleichzeitig verwies er auch auf den Denkmalschutz. Einerseits soll die Sichtachse auf die Vorderfront des Kurhauses nicht behindert werden, andererseits müsste man bei einem etwaigen Umbau des schon vorhandenen Saales im Kurhaus einige Denkmalschutzrichtlinien beachten. Ein Umbau, so der Verein, könnte letztendlich sogar teurer als ein Neubau sein.

Derzeit scheint im Verein ein Interesse zu bestehen, über eben jenen Neubau ein Gutachten erstellen zu lassen, inwieweit sich etwa Bebauungen des Geländes unter Berücksichtigung aller Auflagen realisieren lassen könnten und inwiefern man einen Glasbau gestalten könnte, der die Ansicht des Kurhauses nicht verschlechtert. Einstimmig votierten die Mitglieder für eine Fusion des Vereins „Haus für Musik Aachen“ mit Accelerando und der Gesellschaft der Musik- und Theaterfreunde zu Aachen. Man hofft, so mehr Kapazitäten bündeln zu können.

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