Großer Tag der Johanniter in der Innenstadt

Von: Karin Bönig
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Aachen. Eigentlich verrichten die Johanniter ihren ehrenamtlichen Dienst ruhig, professionell und fürsorglich – und das vor allem im Hintergrund. Das soll sich aber am Tag der Johanniter am Freitag, 27., und Samstag, 28. Mai, ändern, wenn etwa 1500 Johanniter mitten in der Aachener Innenstadt Übungen und Wettkämpfe präsentieren.

Auf dem Marktplatz kann man sich dann live davon überzeugen, wie Erste Hilfe perfekt funktioniert.

Der Tag der Johanniter ist vergleichbar mit einer Olympiade und findet traditionell alle zwei Jahre in wechselnden Städten Nordrhein-Westfalens statt. Am letzten Maiwochenende ist Aachen zum ersten Mal Gastgeber der großen Zusammenkunft.

„Mit 1500 Johannitern und den Aachener Besuchern erreichen wir fast die Obergrenze dessen, was man in Aachen in der Innenstadt veranstalten kann“, erklärt Oberbürgermeister Marcel Philipp, der auch Schirmherr der Veranstaltung ist. Dennoch sei man froh darüber, dass Aachen dieses Jahr die Ehre zuteil wird, Veranstaltungsort sein zu dürfen. „Die Johanniter sind ein sehr wichtiges Beispiel ehrenamtlichen Engagements. Sie spielen sich nie in den Vordergrund, sind aber immer zur Stelle, wenn man sie braucht“, betont der Oberbürgermeister.

Über 40 Mannschaften in vier Altersklassen, von den Jüngsten bis zu den Profis der Spezialmannschaft, treten in unterschiedlichen Erste-Hilfe Übungen und Spielen gegeneinander an. So werden zum Beispiel beim Tragewettbewerb Patienten auf einer Trage möglichst schnell und sanft über einen Parcours transportiert.

Man simuliert echte Unfälle, stellt Verletzungen nach und erprobt die Erste Hilfe. Der vorbeischlendernde Passant sollte an diesem Wochenende also lieber zweimal hinsehen, bevor er wegen eines vermeintlichen Unfallszenarios den Krankenwagen ruft.

Abgesehen von den praktischen Übungen, gibt es für die Gruppen auch eine theoretische Prüfung im Kármán-Auditorium. Neben den Mannschaften aus NRW erwarten die deutschen Teams Gastmannschaften aus Polen, England und Nordirland.

Ziel des Tages sei es, die Wurzel der Johanniter, die Erste Hilfe, in die Öffentlichkeit zu tragen und diese zu sensibilisieren, erläutert Marius Mainzer, Vorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe im Regionalverband Aachen-Düren-Heinsberg.

Eine wichtige Rolle soll auch die Förderung der Jugend spielen. Ein Nachwuchsproblem gebe es aber laut Johanniter-Unfallhilfe-Vorstand Hans Mayer-Uellner nicht: „Man hört zwar immer, die Jugend sei heute nicht mehr bereit sich zu engagieren, aber da haben wir ganz andere Erfahrungen gemacht“, betont er.

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