Große Talente beim „Jugend debattiert“-Wettbewerb

Von: Angelina Boerger
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Sie überzeugten beim Regionalfinale „Jugend debattiert“: Veronika Stockem, Hannah Rahn, David Salama, Benjamin Schierle, Lars Waltering, Josefine Jacobs, Manuel Nobis, Christina Schmitz, ganz rechts Guido Schins, der Regionalverbundkoordinator. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Dass die Weisheit „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ nicht immer ganz zutrifft, bewiesen acht Schülerinnen und Schüler der Region beim alljährlichen „Jugend debattiert“-Wettbewerb. Dazu trafen sich die Finalisten aus der Städteregion Aachen und dem Kreis Heinsberg (Regionalverbund Köln I) zum Regionalfinale in der Aula des Anne-Frank-Gymnasiums in Laurensberg.

Mit Namensschild, Headset-Mikrophon und Rednerpult ausgestattet, sahen die Schüler an diesem Abend aus wie Nachwuchspolitiker von morgen.

Die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe 1 und Sekundarstufe 2 wurden bei einer Debatte auf ihre rhetorische Fitness geprüft. Dafür hatten sie jeweils zwei Minuten in der Eröffnungsrunde und jeweils eine Minute in der Schlussrunde, sowie zwölf Minuten „freie Aussprache“ Zeit, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. So musste sich die Sekundarstufe 1 der Streitfrage: „Soll in NRW die verbindliche Grundschulempfehlung für den Besuch weiterführender Schulen wieder eingeführt werden?“ annehmen.

Nachdem die Jury sich beraten hatte, bekamen die vier Kandidaten ein individuelles Feedback, bei dem ihre Leistung bewertet wird und den Jugendlichen Tipps mit auf den Weg gegeben werden.

So wurden das souveräne Sprechen der Kandidaten, das ruhige und sachliche Argumentieren und die klare und deutliche Aussprache gelobt, es wurde aber auch darauf hingewiesen, die angegebene Redezeit sinnvoll zu nutzen, also weder die Zeit zu überziehen, noch einen zu geringen Redebeitrag zu haben.

Die Jury bestand aus Lehrerinnen und Lehrern der teilnehmenden Schulen, ehemaligen Schülerinnen und Schülern, aber auch aus prominenten Persönlichkeiten der Politik, wie Susanne Schwier, Aachens Schuldezernentin, und Bundestags-Vizepräsidentin Ulla Schmidt.

Auf noch höherem rhetorischen Niveau und mit einer noch politischeren Frage ging es dann mit den vier Finalisten der Sekundarstufe 2 und der Frage: „Soll bei Kommunal- und Landtagswahlen die Stimmabgabe auch in Einkaufszentren und Supermärkten ermöglicht werden?“ weiter.

Erfolgreich waren in der Sekundarstufe I (Klassen 8. bis 10.) des Regionalfinales: Josefine Jacobs (Cornelius-Burgh-Gymnasium Erkelenz) und David Salama (Couven-Gymnasium Aachen). In der Sekundarstufe II (Klassen 11. bis 13.) setzten sich Christina Schmitz (1.), Veronika Stockem (2.), Lars Waltering (3.) und Hannah Rahn (4.) durch.

Guido Schins, Lehrer des Anne-Frank-Gymnasiums und Regionalverbundkoordinator Köln I, von „Jugend debattiert“, ist glücklich. „Ich muss sagen, der heutige Abend zeigt mal wieder, dass sich niemand vor dem Düsseldorfer Landtag oder einer Bundestagsdebatte in Berlin verstecken muss. Ich sehe gute Chancen für die Finalisten auf der Landesebene.“

Die Sieger der jeweiligen Altersstufe gewinnen ein dreitägiges Rhetorikseminar mit Profi-Trainern und qualifizieren sich außerdem für den Landesvorentscheid im April in Oberhausen.

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