Große Leistungen in Aachens Kleingärten

Von: Katrin Albrecht
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Siegerehrung beim Kleingartenw
Siegerehrung beim Kleingartenwettbewerb: Im Krönungsaal überreichte OB Philipp Urkunde und Wanderpreis an Hubert Carnotte und Elisabeth Müller von der Anlage am Reichsweg. Mit ihnen freuten sich Karl Schmetz und Stadtverbandsvorsitzender Heijo Plum. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Aachen ist eine grüne Stadt. Dazu tragen nicht nur Parks und Stadtwald bei, sondern auch etwa 90.000 Quadratmeter Gartenanlagen der Kleingärtner. Einmal im Jahr schreibt die Stadt Aachen für die schönste Kleingartenanlage einen Wanderpreis aus, der jetzt im Krönungssaal verliehen wurde.

Dabei waren die Voraussetzungen in diesem Jahr alles andere als gut. Das Frühjahr war zu trocken, der Sommer zu kalt. Auch als die dreiköpfige Jury, Franz-Josef Gatzen vom Fachbereich Immobilienmanagement der Stadt, Theo Edenhofer, Stadtverbandsvorsitzender aus Neuss, und Hermann Jansen, Vorstandsmitglied des Stadtverbandes der Familiengärtner Aachen, Mitte Juli die Gärten besuchte, waren meist Regenschirm und Gummistiefel angesagt. Und doch gelang es, ansprechende Grünanlagen zu präsentieren. Dass die Kleingartenanlagen auch wichtige soziale Funktionen erfüllen, betonte der Vorsitzende der Aachener Familiengärtenvereinigung, Heijo Plum.

Auch OB Marcel Philipp würdigte das Kleingärtnerwesen und dankte den Anwesenden für ihr Engagement. Er sprach auch einige Aspekte der Lokalpolitik an, die auf den Nägeln brennen, die Finanzen, das Nahverkehrsproblem und nicht zuletzt die drohende Schließung von Bombardier. „Es gibt nichts Schlimmeres, als Menschen ihre Zukunftsperspektive zu nehmen,” sagte er, „darum möchte ich überall, wo ich bin, Ihre Sympathie für diese Menschen mitnehmen und auch, wenn ich ansonsten für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Betriebsrat und Konzernleitung bin, wünsche ich mir in diesem Fall, dass sich der Betriebsrat durchsetzt.” Für diese Worte erhielt Philipp minutenlangen Applaus.

Danach rückte die Vergabe der Preise wieder in den Mittelpunkt. Wie gut die Qualität ist, beweist, dass mehr als die Hälfte aller bewerteten Gärten die Auszeichnung „Hervorragend” erhielten. Für die Anlagen „Auf der Hörn” und „Eintracht Nord” gab es außerdem Sonderpreise. Den Wanderpreis erhielt der Familiengartenverein „Reichsweg”.

Aus den Händen von Philipp nahm eine strahlende Elisabeth Müller die Urkunde und den Preis, eine Radierung des Aachener Rathauses, entgegen. „Damit habe ich gar nicht gerechnet,” meinte sie, völlig überrascht von der Auszeichnung. Das Bild bekommt natürlich einen Ehrenplatz im Vereinsheim. Doch nach dem Preis ist vor dem Preis, im nächsten Jahr beginnt ein neuer Wettbewerb. Und dann heißt es auch für die Gartenanlage am Reichsweg, sich wieder von der besten Seite zu zeigen, wenn der Wettbewerb dort eröffnet wird.
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