Aachen - Große Aachenerin als Comic-Heldin: Alfred Neuwald befasst sich mit Clara Fey

Große Aachenerin als Comic-Heldin: Alfred Neuwald befasst sich mit Clara Fey

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
16656673.jpg
Bannt das Leben einer großen Aachenerin in ungewohnte Bilder: Der Zeichner Alfred Neuwald hat aus der Ordensgründerin Clara Fey eine Comic-Heldin gemacht. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Sie war eine der ganz großen und mutigen Frauen der Stadt und des Bistums Aachen. Die am 11. April 1815 geborene Clara Fey widmete ihr Leben den Schwächsten der Gesellschaft – den Kindern. Der Aachener Comiczeichner Alfred Neuwald hat wichtige Ereignisse, die Feys Leben entschieden mitgeprägt haben, in fünf Comic-Streifen aufgegriffen.

 „Als das Bistum mich Ende 2017 fragte, ob ich einen Comic über Clara Fey machen könnte, war ich sofort begeistert. Natürlich war mir der Name bekannt, aber so wirklich viel wusste ich nicht über sie“, so Neuwald.Fünf Schlüsselerlebnisse, wie beispielsweise den berühmten Traum, den sie als Elfjährige hatte und der für ihr ganzes Leben prägend wurde, oder auch die Gründung des ersten Waisenhauses 1844 zeichnete Neuwald in einzelnen Szenen. „Solche Comics zu gestalten, das ist eine schöne Aufgabe und mal etwas ganz anderes. Eine Nonne spielte in meinen Handlungen bisher noch nicht die Hauptrolle“, betont Neuwald lachend.

Der Schöpfer von „Karl dem Kleinen“ lässt die Ordensschwester jugendlich und sympathisch wirken. Genauso, wie selbst war, als sie in früheren Jahren, zur Zeit der Industrialisierung, eine Armenschule gründete. Clara Fey wuchs in einem wohlhabenden Elternhaus in der Bendelstraße auf. Pfarrer und Kapläne trafen sich dort. Diese Treffen erlebte Fey mit und atmete dabei den Geist des neuen Aachener Katholizismus ein und fand in ihrem sozialen Engagement schließlich ihre Lebensaufgabe.

„1837, mit gerade einmal 22 Jahren, eröffnete Clara Fey mit Freundinnen bereits eine Armenschule in der Pfarrei St. Paul, und aus der Gründung des Waisenhauses entwickelte sich im Jahr 1844 die Ordensgemeinschaft Schwestern vom armen Kinde Jesus“, erklärt Anja Klingbeil von der Pressestelle des Bistums Aachen. Das Leben von Clara Fey faszinierte auch Neuwald in seinem Schaffungsprozess immer mehr, wie er sagt. „Dass jemand freiwillig sein Leben so für andere aufopferte, finde ich wirklich beeindruckend. Ich habe während meiner Arbeit viele großartige Sachen über diese Frau erfahren.“

Veröffentlichung im Internet

Zu sehen sein werden die Clara-Fey-Comics auf der Homepage des Bistums, auf Facebook und Instagram sowie auf der Seite zur Seligsprechung (www.clara-fey.de, https://de-de.facebook.com/bistumaachen/, https://www.instagram.com/bistumaachen/?hl=de.). Denn am 5. Mai wird die Ordensgründerin, die 1894 starb, mit einem internationalen Fest geehrt und von Angelo Kardinal Amato, Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, seliggesprochen. „Wir hoffen, dass wir durch den Comic vermehrt junge Menschen erreichen und sie über das Wirken und Leben dieser tollen Frau informieren können“, ergänzt Klingbeil.

 

Die Homepage wurde aktualisiert