Groovige Klänge und tanzende Steppeisen im Tuchwerk

Von: Andreas Cichowski
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Starke Truppe: Rund 100 Teilnehmer im Alter zwischen sechs und 60 Jahren machten bei der tollen Show im Tuchwerk mit. Foto: Andreas Cichowski
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Rhythmus bis unters Hallendach: Gleich mehrere Trommelaufführungen sorgten für perkussives Tempo. Foto: Andreas Cichowski

Aachen. Man nehme eine Musikschule, eine Stepptanzschule und deren kreative Köpfe, mische alles kräftig durch und heraus kommt eine perkussive Show von und für Klein und Groß: „Grooves of life“, eine „StepTanz, live Musik und Video-clip Dancing Performance”.

So entstand vor einem Jahr eine einzigartige Kooperation der privaten Aachener Musikschule „Mufab“ zusammen mit Claudia Schmitte´s Stepptanzschule „Tanzraum“, deren Show gleich dreimal im Tuchwerk in der Soers präsentiert wurde – dreimal vor ausverkauftem Haus.

Die Zuschauer ließen sich von den 100 Akteuren im Alter von sechs bis 60 Jahren in die Welt der Straßenmusiker und Lebenskünstler, Gaukler und Selbstdarsteller entführen. „Wir wollten etwas auf die Bühne bringen, das mit dem Leben auf der Straße zu tun hat“, erzählte Tanzlehrerin Claudia Schmitte. Dass sie in der Vergangenheit bereits in Eigenregie und mit großem Erfolg diverse Shows wie „Street Life“ mit ihren Stepptanz-Schülern im Space des Ludwig Forums veranstaltete, kam ihr dabei zu Gute.

Doch brachte die Idee für „Grooves of life“ zusammen mit Horst Schippers und Thomas Berndt der „Mufab“ völlig neue Elemente mit sich: Tanz und Musik, die sowieso gut zusammenpassen, wurden in nie dagewesener Art miteinander verbunden.

Besenstriche steppender Straßenkehrer, klingende Röhren, wirbelnde Trommelstöcke auf japanischen Trommeln, Barhockern, oder gar auf einer Schubkarre, zeigten die Vielfalt alltäglicher Klänge und Rhythmen und verwebten sie zu Rhythmuscollagen und perkussiven Klangerlebnissen. „Überall sind Rhythmen in der Stadt“, meint Schmitte, „auch ein Presslufthammer hat seinen eigenen Rhythmus.“ Hinzu kamen die schwungvollen Füße der Stepptänzer, die mit ausgefallenen „Moves“ und Choreographien eine erstklassige Darbietung auf die Bühne brachten.

Komödiantische Zwischeneinlagen einer gespielten Putzfrau, A-cappella-Stücke einer Reisegruppe, sowie Gitarren- und Piano-Solisten rundeten die Show ab. Nicht zuletzt sorgte auch eine ganze Marching Band auf der Bühne für die mitreißende Stimmung beim Publikum, das die Show mit Standing Ovation rühmte.

Das Tuchwerk mit seinem Charme hat sein Übriges dazu beigetragen, dem ganzen Projekt den perfekten Rahmen zu geben, und das dort ansässige Team des Theater K unterstützte die Akteure.

„Es ist ein Experiment, das für uns drei – Horst Schippers, Thomas Berndt und mich – voll aufgegangen ist“, lobte Schmitte und merkte an, dass eine ganze Reihe an Querverbindungen zwischen Musik und Tanz entstanden seien und sich unterschiedliche Talente und Stilrichtungen im Rahmen dieses großen Projekts zusammengefunden hätten.

Und schlussendlich bewegten sich auch die Musiker freiwillig im Rhythmus, waren sie doch bei den Proben überhaupt nicht begeistert, dass sie tanzen sollten. „Wir haben etwas ganz Neues geschaffen, was es so in Aachen noch nicht gegeben hat.“

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