Grenzlandtheater: „Swing.it” begeistert mit Hommage an Goodman

Von: Gerd Simons
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Mitreißende Hommage an einen
Mitreißende Hommage an einen ganz Großen: Die Aachener Band „Swing.it” begeisterte mit ihrer Hommage an Benny Goodman im Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „Mit ungebremster Energie und in heimeliger Atmosphäre swingend in den Sonntag”, so könnte das Motto der vierten Auflage der Veranstaltungsreihe „JazzBühne - Jazzgeschichten im Grenzlandtheater” lauten.

Nach einer Zeitreise zum musikalischen Nachlass von Louis Armstrong, dem legendären Rat-Pack, zu unvergessenen „Ufa-Schlagern” aus den 1930ern bis 1950ern, wurde bei der vierten Folge ein Musiker und unvergessener Band-Leader gewürdigt, der als „King of Swing” in die Musikgeschichte eingegangen ist: Benny Goodman.

Wer das Glück hatte, Karten für die beiden ausverkauften Veranstaltungen im Grenzlandtheater zu ergattern, wurde in die längst vergessen geglaubte Ära des Swing entführt - von fünf herausragenden Aachener Musikern, die ihren Instrumenten mal sentimentale, aber auch häufig energiegeladene Töne entlockten.

Saxophonist und Band-Leader Heribert Leuchter und seine Band „Swing.it”, bestehend aus Gero Körner (Piano), Manni Hilgers (Kontrabass) und Steffen Thormählen (Schlagzeug) sowie Gastmusiker Johannes Flamm (Klarinette), tauchten tief ein in das musikalische Schaffen von Goodman, der am 13. Juni vor 25 Jahren gestorben ist, und begeisterten mit einem musikalischen Feuerwerk.

Viele Besucher waren in Sachen „JazzBühne” überzeugte Wiederholungstäter und wurden dafür mit unbändiger Spiellaune und großartig interpretierten Songs belohnt. Uwe Brandt, Intendant des Grenzlandtheaters, führte einmal mehr witzig, spritzig und unterhaltsam durch das Programm und erzählte Geschichten und Anekdoten aus dem Leben des 1909 in Chicago geborenen Protagonisten des Swings.

Schon beim Auftaktsong „Honeysuckle Rose” und den danach folgenden „Stompin at the savoy” und „Seven come eleven” wippte das Auditorium im Kollektiv mit den Füßen im Takt. Der Titel „Dont be that way”, der den Durchbruch in der Karriere Benny Goodmans markierte, war einer der Höhepunkte der Zeitreise. Hervorragend die Rhythmussektion mit Steffen Thormälen, der bei „Sing, sing, sing” mit einem atemberaubenden Schlagzeugsolo begeisterte, und Manni Hilgers (Kontrabass), die gemeinsam die Basis für die solistischen Ausflüge von Körner, Leuchter und Flamm legten.

Für Heribert Leuchter war es übrigens ein ganz besonderes Programm, da es der Sound von Benny Goodman war, der ihn so nachhaltig beeinflusste, dass er Berufsmusiker wurde.
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