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Grenzlandtheater: Der harte Kampf um eine Stunde Ruhe

Von: Jessica Jumpertz
Letzte Aktualisierung:
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Eigentlich will er nur eine Stunde Ruhe: Stephan Schleberger, Simone Pfennig und Christian Miedreich spielen in der neuen Komödie des Grenzlandtheaters. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Eine elegante, renovierte Altbauwohnung in Paris, in der Mitte des Raumes in die Wand eingelassene Regalbretter mit Schallplatten. Schallplatten sind Michels große Leidenschaft, und nach jahrelanger Suche findet er auf einem Flohmarkt die LP „Me, Myself and I“. Nun wünscht er sich nichts mehr als eine Stunde Ruhe, um sich diese anzuhören.

 Ein Wunsch, der ihm nicht vergönnt sein soll. Am kommenden Montag bringt das Grenzlandtheater die Komödie „Eine Stunde Ruhe“ des französichen Autors Florian Zeller zur Premiere.

Michels Frau Nathalie hat eine Sinnkrise, die damit zusammenhängt, dass sie vor 25 Jahren eine Affäre hatte. „Das Problem ist, dass der Sohn dem Vater eigentlich gar nicht so ähnlich ist, und der ist 24“, verrät Regisseur Werner Tritzschler, der zum ersten Mal am Grenzlandtheater tätig ist.

Aber nicht nur Nathalie stört mit ihrer Sinnkrise und dem Wunsch, ihre Affäre zu beichten die Ruhe von Michel. Auch sein Sohn, die beste Freundin seiner Frau, sein bester Freund, ein Nachbar und ein Handwerker sorgen dafür, dass es von einer Katastrophe zur nächsten kommt. Denn während die Charaktere versuchen, ein Problem zu ergründen, tut sich bereits das nächste auf.

Dennoch ist die Komödie „Eine Stunde Ruhe“ nicht nur lustig, sie zeigt auch Tiefgang in ihren komplexen Problematiken. „Es ist eine irrwitzige, schnelle, absurde Komödie“, sagte Anja Junski, Dramaturgie und Öffentlichkeitsarbeit des Grenzlandtheaters. Das Stück zeichnet sich auch durch ein schnelles Sprechtempo aus und dadurch, dass es sehr sprachlastig ist.

Daraus entsteht jedoch die besondere Komik des Stücks. „Das Besondere an dem Stück ist, zuzusehen und dabei als Zuschauer zu verfolgen, wie Michel in einer total aussichtslosen Situation versucht, sich eine Stunde freizukämpfen“, sagte Junski. „Es ist diese Hilflosigkeit. Er wird wie ein Flipperball hin und her geschossen.“ Dabei gerät Michel ständig von einem Debakel übergangslos in das nächste. „Die Probleme, die verhandelt werden, kennt jeder“, erklärte Junski.

Die Premiere findet am Montag, 24. April, um 20 Uhr im Grenzlandtheater, Elisen Galerie Friedrich-Wilhelm-Platz 5/6, statt. Die Komödie wird bis einschließlich 26. Mai im Grenzlandtheater Aachen aufgeführt. Karten gibt es im Vorverkauf an der Theaterkasse sowie im Zeitungsverlag Aachen, Dresdener Straße 3. Weitere Informationen zu den Vorstellungsterminen unter www.grenzlandtheater.de

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