Grenzgänger geht auf musikalische Weltreise

Von: sc
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Aachen. Schwebende Akkorde folgen auf bluesige Gitarrengrooves, zarte Percussionklänge wechseln sich ab mit orientalischen Klangmustern.

In der Musik von Abaji steckt viel Liebe zum Detail, ein ausgeprägtes Gespür für Rhythmen und Stimmungen sowie eine unbestreitbare Leidenschaft für Melodie und Klang.

Als eine Art Bluesmusiker des Orients könnte man den Multiinstrumentalisten mit der warmen, voluminösen Gesangsstimme bezeichnen. Das hat er nun bei seinem Konzert in der Klangbrücke eindrucksvoll demonstriert. Abaji ist ein aus dem Libanon stammender Franzose mit türkisch-arabisch-griechisch-armenischen Wurzeln, der mit seiner einzigartigen Musik ein Fenster zur reichen Kultur des Orients öffnet.

Der kulturelle und musikalische Grenzgänger Abaji ist ein absolut virtuoses Einmann-Orchester. Er begleitet seinen tiefen, warmen Bariton mit Bouzouki, Oud-Gitarre, Duduk, Lyra, Bambus-Flöten, Bambus-Saxophon und diversen Perkussionsinstrumenten. Vor ausverkauftem Haus stellte er sein neues Album „Origine Orients” vor. „Jede meiner CDs hilft mir, die Reise der Generationen meiner Familie zu verstehen. Vor allem wollte ich wissen, warum ein paar Stücke dieser Reise fehlen. Unsere armenischen Wurzeln haben wir gerade erst vor zehn Jahren entdeckt”, erklärt Abaji seine musikalische Klangreise.

Er kann nicht nur etwas 200 unterschiedliche Instrumente spielen, sondern auch noch auf fünf verschiedenen Sprachen dazu singen. Er hat die seltene Gabe, Gedanken in Gefühle zu übersetzen und diese wiederum in Klänge zu übertragen. Die Rückübersetzung in Gedanken bleibt dem Hörer überlassen.

Beim Veranstalter, dem Kulturbetrieb der Stadt Aachen, gibt es bereits Überlegungen, den Virtuosen zum internationalen Kulturfestival „across the boarders” im Sommer einzuladen.
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