Grenzenlos mit einem einzigen Ticket

Von: Anja Klingbeil
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Freuen sich über die neue Ver
Freuen sich über die neue Vereinbarung: Hans Joachim Sistenich (v.l.), Hans-Peter Geulen, Daniel Dewaay und Jacques Loozen, Betriebsinspektor Tec. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Zwei Länder, aber nur noch ein Ticket: Wer bisher mit dem Bus von Aachen nach Belgien pendelte, musste zwei Tickets kaufen. Eines für den Aachener Verkehrsverbund, das andere für den belgischen. Dieses lästige Prozedere ändert sich nun zum 1. Oktober.

Der „region3tarif” macht das grenzüberschreitende Busfahren im Dreiländereck einfacher. Gültig ist der Tarif zwischen dem Stadtgebiet Aachen und Belgien. Dort gibt es drei verschiedene Regionen, die unterschiedliche Preiszonen darstellen.

Vorgestellt wurde das neue Angebot am KuKuK (Kunst und Kultur im Köpfchen), dem alten Grenzposten zwischen Deutschland und Belgien. Und so wie die Grenze zwischen den beiden Ländern längst Geschichte ist, wird nun endlich auch der Linienverkehr grenzenloser. Immerhin gibt es viele Pendler im Grenzgebiet.

Rund 1500 Fahrgäste nutzen täglich die Busverbindung. Hinzu kommen 30.000 Pkw pro Tag. Und genau da liegt das Potenzial. „Die Menschen sind oft weiter in ihrer Mobilität als wir mit unseren Systemen hinterherkommen”, sagt Hans Joachim Sistenich, Geschäftsführer des Aachener Verkehrsverbundes (AVV). Und so hofft der AVV, dass mit der Vereinfachung noch viele Pendler mehr auf den Bus umsteigen.

„Besonders reizvoll für Monatskartenbesitzer sind Mitnahmemöglichkeiten in den Abendstunden und an Wochenenden”, sagt Hans-Peter Geulen, Center-Leiter Verkehrswirtschaft der Aseag. Die von den AVV-Monatskarten bekannte Regelung gilt dann auch in den entsprechenden Regionen in Belgien.

Einfacher wird auch der Ticketkauf: Einzel- und Tageskarten sind erhältlich in den Fahrzeugen der Aseag, RVE, Taeter und TEC sowie an den Fahrkartenautomaten der Aseag. Der neue Tarif soll aber erst der Anfang sein: Er ist ein Baustein, um für das gesamte Euregio-Maas-Rhein-Gebiet einen einheitlichen Tarif zu etablieren. Daran arbeiten die Partner. Spezielle Angebote für Kinder und Senioren etwa sind angedacht. „Mit dem Verkehrsunternehmen TEC und Aseag stehen dem AVV Partner zur Seite, die schon lange vertrauensvoll zusammenarbeiten”, sagt Daniel Dewaay, Beigeordneter Generaldirektor des TEC Liége-Verviers.

Für das neue Ticket gibt es drei Preisstufen: Region 1 (Gemmenich, Plombiéres, Kelmis/La Calamine, Hauset), Region 2 (Sippenaeken, Hombourg, Montzen, Lontzen, Walhorn, Eynatten, Raeren) und Region 3 (Henri-Chapelle, Welkenraedt, Baelen, Eupen, Membach).

Ein Einzelticket für Region 1 kostet 3,75 Euro, für Region 2 liegt es bei 4 Euro sowie 4,80 Euro für Region 3.

Der Tarif umfasst dabei Einzeltickets für Kinder und Erwachsene, Tagestickets für bis zu fünf Personen, Monats- und Jahreskarten sowie Anschlusstickets zum AVV-Jobticket für den gesamten belgischen Geltungsbereich.

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