Graffiti-Kunstwerk wie von der Polizei bestellt

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
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Freuen sich über die pfiffige Gestaltung: der Berliner Künstler Pfelder mit dem Präsidenten der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin, Wolfgang Wurm (links). Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Graffiti vermutet man in den Räumen der Bundespolizeiinspektion am Bahnhofplatz wohl kaum. Zumal solch bunte Arbeiten nicht selten mit Schmierereien und illegalen Aktionen in Verbindung gebracht werden. Doch das Graffitikunstwerk, das ab sofort im Foyer zu sehen ist, hat rein gar nichts mit Schmierereien und dergleichen zu tun.

Der Berliner Künstler Pfelder hat im Rahmen des Wettbewerbes „Kunst am Bau“ – ausgelobt von den Eigentümern des Objekts, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben – das Kunstwerk mit dem Titel „Sicher und Offen“ angefertigt.

Sechs Künstler aus Deutschland nahmen an dem Wettbewerb teil, bei dem Pfelder die Jury überzeugen konnte. Bereits 2014 bezog die Bundespolizeiinspektion ihr neues Dienstgebäude in den Räumen des ehemaligen Zollgebäudes. „Ich habe mir in meinem Kunstwerk die Frage gestellt, was die Bundespolizeiinspektion eigentlich kennzeichnet und die Ideen und Assoziationen dazu in der Arbeit realisiert“, erzählte Pfelder anlässlich der offiziellen Einweihung. Auf der einen Seite des Foyers sind die Namen der Nachbarländer Deutschlands zu lesen. Inmitten dieser Namen steht das Wort „offen“ in großen, sich spiegelnden Buchstaben.

Auf der gegenüberliegenden Seite ist auf den Sprachen der jeweiligen Nachbarländer das Wort „Deutschland“ geschrieben, und große Spiegelbuchstaben formen das Wort „sicher“. „Ich zeige einmal den Blick von innen, also von Deutschland auf die anderen Länder – und dann aus der Perspektive der Nachbarländer auf Deutschland. ‚Sicher‘ und ‚offen‘ sind zentrale Themen unserer Gesellschaft. Wir brauchen Sicherheit, aber sollen dennoch unsere Offenheit behalten. Bei der Bundespolizeiinspektion greifen all diese Inhalte ineinander über“, ergänzte Pfelder.

Zu seinem Kunstwerk, für dessen Anfertigung er zehn Tage gebraucht hat, gehören zwei Bänke, auf denen klar lesbar „Bleiberecht“ steht.

„Kultureller Mehrwert“

Der Leiter der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin, Präsident Wolfgang Wurm, lobte vor allem den Bezug zur Behörde: „Kunst am Bau soll einen kulturellen Mehrwert schaffen. Pfelder gelingt es mit seinem Kunstwerk, eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den behördlichen Aufgaben darzustellen.“

Ute Willems vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Aachen ergänzte: „Wir haben den Wettbewerb im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben durchgeführt und sind von dem Ergebnis begeistert. Sicherheit und Offenheit sind für den Bürger extrem wichtige Themenfelder, und die Polizei leistet diesbezüglich jeden Tag eine Menge. Außerdem erinnern die Worte an unsere demokratischen Grundwerte.“ Interessierte können sich jederzeit bei der Bundespolizeiinspektion am Bahnhofplatz 3 selbst ein Bild vom Kunstwerk machen.

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