Gourmetmeile: Viel Platz zum Schlemmen in der Soers

Von: Oliver Schmetz
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Wenn das kein ordentliches Steak ist: Starkoch Johann Lafer ist am „Soerser Donnerstag“ auf dem Turniergelände der Publikumsmagnet – auch wenn sich der Andrang zum Auftakt des Weltfests des Pferdesports noch in Grenzen hält. Foto: Michael Jaspers
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Erinnerungsstück: Der kleine Silas fotografiert seine Mama mit Gourmet-Botschafter Reiner „Calli“ Calmund. Foto: Michael Jaspers
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Viele Plätze blieben frei: Zum Auftakt war der Andrang auf der Gourmetmeile überschaubar. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Wenn man Böses im Sinn hätte, dann könnte man schreiben, dass man das Verweigern in der Soers eigentlich ganz anders kennt – nämlich eher vom Pferd und nicht vom Publikum. Aber warum sollte man Böses im Sinn haben an diesem frühen Donnerstagabend, an dem der Wind zwar kräftig über das Turniergelände weht, aber oft die Sonne scheint und der befürchtete Regen weitgehend ausbleibt.

Wo es außerdem an allen Ecken und Enden lecker duftet. Und man im Übrigen nirgends groß Schlange stehen muss. Denn was die Besucherzahlen angeht, gestaltet sich der Start in das Mini-CHIO, das im Jahr der Reit-EM Weltfest des Pferdesports heißt, als etwas schleppender Aufgalopp.

Als um 17 Uhr die Tore geöffnet werden für den „Soerser Donnerstag“, wie ihn der ALRV ausgerufen hat, zeigt sich schnell, dass man das Volks- und Familienfest des Soerser Sonntags nicht einfach so in einen Wochentag transplantieren kann. Der Andrang zur Eröffnung, bei der die neue Gourmetmeile mit prominenten Spitzenköchen eingeweiht wird, ist überschaubar. Die Besucher lassen sich eher zu Hunderten als zu Tausenden zählen, was für sie selbst aber ein enormer Vorteil ist. Denn so ist viel Platz zum gemütlichen Schlemmen in der Soers.

Es gibt kein großes Gedränge in den fünf Kochzelten – wo Johann Lafer, Rainer Hensen, Christof Lang sowie die Teams von Otto Gourmet und des niederländischen Restaurants De Leuf ihre Kochkünste zelebrieren –, man kann mit den Köchen plaudern, Erinnerungsfotos schießen und findet problemlos einen freien Tisch. Und sitzt dann vielleicht sogar neben Gourmet-Botschafter Reiner Calmund, der sich auf dem Turniergelände sichtlich wohl fühlt – was sich darin zeigt, dass er mit vielen Besuchern plaudert und stets zu Erinnerungsfotos bereit ist. Und nicht zuletzt gibt es für ihn ja überall was Leckeres zu essen.

Zum Beispiel beim Gourmet-Dinner, das wegen der unsicheren Wetterlage doch nicht im Reitstadion stattfindet, sondern sicherheitshalber nach drinnen verlegt wird. Oder vorher schon bei Luxemburgs Starköchin Léa Linster, der der „Calli“ gleich mal ein paar Madeleines aus der Tüte stibitzt und an Besucher verteilt.

Calmunds gute Laune teilen auch die Turnierverantwortlichen, deren Erwartungen an den „Soerser Donnerstag“ recht niedrig angesiedelt waren. Das wird schon deutlich, als ALRV-Präsident Carl Meulenbergh das Turnier am Medienzentrum unserer Zeitung eröffnet und sich darüber freut, „dass heute so viele gekommen sind“. Und das unterstreicht ALRV-Sprecher Niels Knippertz: Schließlich habe man mit dem neuen Format und dem Start am Donnerstag eine Art Wundertüte geöffnet und überhaupt nicht gewusst, wie die neue Idee ankomme. „Wir sind überhaupt nicht enttäuscht“, sagt Knippertz, „sondern hatten eher die Sorge, dass wir heute hier vielleicht unter uns sind.“

So war es nicht, und so wird es an den nächsten drei Tagen ganz sicher nicht sein. Zumal am Freitag ab 15 Uhr bei wieder freiem Eintritt auch die Pferde mit von der Partie sind. Die locken in Aachen traditionell die Massen an – und sind dann bestimmt wieder die einzigen Kandidaten fürs Verweigern.

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