Global denken, regional handeln und solidarisch sein

Von: Peter Schopp
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Laden zum Weltfest und mehreren weiteren Veranstaltungen ein: (von links) Sanaz Zaresani, Dr. Mona Pursey und Jürgen Jansen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Das 31. Weltfest des Eine Welt Forum Aachen wirft seine Schatten voraus, die Organisation für die Veranstaltung am 25. Juni ist weitgehend abgeschlossen. Und wie in jedem Jahr locken die Protagonisten viele Gruppen an die Schanz 1 ins Welthaus, die mit Aktionen, Diskussionsrunden und Mitmachunterhaltung dafür sorgen, dass Themen wie Solidarität, Menschenrechte und Völkerverständigung auf konkrete Art und Weise nahe gebracht werden. Das Motto lautet 2017: „Fair. Nachhaltig – Was ist es uns wert?“

„Überall auf der Welt ist faires und nachhaltiges Handeln notwendig, wird aber nicht gelebt“, weiß Vorstandsmitglied Jürgen Jansen um die Defizite der modernen Welt. Eben diese Themen möchte man mit dem Weltfest Aachen ins Bewusstsein rücken. Global denken und regional handeln, so lautet die Devise. Dieser Leitlinie folgen am 25. Juni 29 Aussteller rund um das Veranstaltungsgebäude, von Disha e.V. über Amnesty International bis zum Deutsch-Iranischen Forum, die Palette der Teilnehmer ist bunt.

Im Vorlauf zum Hauptveranstaltungstag wird am 17. Juni ab 10 Uhr eine Stadtbegehung der etwas anderen Art angeboten. Startpunkt ist auch hier das Welthaus, wo die Arbeit und die sozial orientierten Aktivitäten des Welthauses und des Eine Welt Forums vorgestellt werden. Anschließend lautet das Ziel „HirschGrün“, der Gemeinschaftsgarten im Zentrum der Stadt, wo es zu Begegnungen und Diskussionen mit Gruppen und Initiativen kommt, die sich Fairness, Nachhaltigkeit sowie die Gestaltung urbanen Lebens in der Zukunft auf die Fahnen geschrieben haben. Abschließend kommt ab 19 Uhr in der Raststätte in der Lothringerstraße ein Film zur Aufführung mit dem Titel „Weniger ist mehr – Die Grenzen des Wachstums und das bessere Leben“.

Am 20. Juni, dem zweiten Veranstaltungstag, steht der Weltflüchtlingstag im Fokus. Eine Lesung im philosophischen Institut Logoi, Jakobstraße 25 a, am 21. Juni um 19 Uhr rundet das Vorprogramm ab. Die Münchener Soziologin Christa Müller gibt einen Einblick zum Thema „Die Welt reparieren – Selbermachen als postkapitalistische Praxis“. Am 25. Juni begrüßen Musikgruppen ab 13 Uhr die Besucher.

Möglich ist auch die Teilnahme an einer entwicklungspolitischen Detektivtour mit dem Titel: „Die Handy-Connection“. Spielerisch wird der Produktionsweg eines Mobiltelefons aufgezeigt, die Arbeitsbedingungen der Menschen, die im Laufe des Herstellungsprozesses mit dem Gerät in Berührung kommen, werden ebenso beleuchtet wie das Problem der Entsorgung. Und ein Mord darf natürlich auch nicht fehlen. Für diese Detektivtour können sich Schüler und Schülerinnen zwischen elf und 16 Jahren anmelden (www.weed-online.org).

Zeitgleich zur Menschenkette

Dass der Veranstaltungstag am selben Tag wie die Menschenkette gegen das Atomkraftwerk Tihange, ließ sich nicht verhindern. Dr. Mona Pursey vom Eine Welt Forum: „Aber die Kette geht hier bei uns an der Tür vorbei. Wir verlängern sie bis zum Welthaus und laden alle Teilnehmer anschließend zum Weltfest zu uns ein“, macht sie aus der Not eine Tugend.

Und Organisatorin Sanaz Zaresani freut sich jetzt schon auf ihr erstes Weltfest in Aachen. „Viele unterschiedliche Gruppen haben hier nur ein Ziel: Die Welt für die Zukunft fair und nachhaltig aufzustellen!“

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