Aachen - Gläubige senden Botschaft des Friedens aus

Gläubige senden Botschaft des Friedens aus

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
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Im Domhof loderte das Osterfeuer hell auf: Nach Entzündung der Osterkerze schritt Bischof Heinrich Mussinghoff gemeinsam mit acht Weihbischöfen, Ministranten und zahlreichen Gläubigen in den Dom, um das österliche Pontifikalamt zu zelebrieren.

Aachen. Ein hell aufloderndes Osterfeuer erhellte die tiefe Dunkelheit im Domhof. Wie in jeder Osternacht vom Samstag zum Sonntag wurde hier von Bischof Heinrich Mussinghoff, umgeben von acht Weihbischöfen, Ministranten und einem größeren Kreis Gläubiger, die Osterkerze gesegnet, mit fünf kreuzförmigen, roten, die Wundmale Jesu symbolisierenden Wachsnägeln versehen und dann am Osterfeuer entzündet.

Beim anschließenden Hineintragen in den nachtdunklen Dom wurde an drei Stationen zum „Lumen Christi“ Halt gemacht und dabei die Lichter der Gläubigen nach und nach an der Osterkerze entzündet. Dicht besetzt war das Gotteshaus, etwa 1000 Menschen waren dabei, um das bewegende und nachdenklich stimmende Pontifikalamt mitzuerleben. Es ist gerade das Osterfest, das symbolisch mit dem Sakrament der Taufe und dem Glauben an Gott eine Einheit bildet.

Umso beeindruckender war daher im Verlauf der Liturgie die Taufe und Firmung von zwei Erwachsenen. Nach einjähriger Vorbereitung hatten Natalia Zagrebailova und Steven Zimmermann um beide Sakramente gebeten, die Bischof Mussinghoff nach der Segnung des Taufwassers beiden an den Altarstufen spendete. „Wir alle beten mit Ihnen und für Sie, dass Sie in der Freude des Evangeliums ein christliches Leben führen können.“

Das Taufversprechen

Im Verlauf des Pontifikalamtes empfingen die beiden Täuflinge zum ersten Mal die Kommunion und verlasen auch die Fürbitten. Alle Gläubigen aber erneuerten wie bei jedem Osterfest ihr Taufversprechen.

In seiner Predigt gedachte Mussinghoff besonders der Menschen, die um ihres Glaubens willen brutal hingerichtet und ermordet, aus ihrer Heimat vertrieben und verbannt werden. „Ich rufe Sie auf, denen, die Furchtbares erlitten haben, zu helfen, dass sie Menschlichkeit spüren, Freundschaft erfahren und Frieden, Arbeit und Brot finden“, predigte der Bischof.

Mussinghoff bat auch um Gebete für den entführten Metropoliten von Alepo, den syrisch-orthodoxen Mar Gregorios Yohanna Ibrahim sowie den griechisch-orthodoxen BoulosYazigi. Der Bischof erinnerte ebenso an die Erschießung des ersten Aachener Nachkriegs-Oberbürgermeisters Franz Oppenhoff vor 70 Jahren und bat, ihn in die Gebete einzuschließen, wie auch die Opfer des Flugzeugabsturzes in den französischen Alpen.

Erst zum Gloria erklang wieder freudiges Orgelspiel zur Begleitung der Kantorengesänge, der Dom erstrahlte hell erleuchtet und ließ die Mosaike glitzern, die Ministranten ließen die Schellen scheppern und triumphal ertönten vom Aachener Dombläserensemble das Largo aus der Bläsersinfonie Es-Dur von Johann Christian Bach sowie die Bläsersonate zu fünf Stimmen von Daniel Speer.

Beifall gab es am Ende für das Orgelspiel von Domorganist Prof. Michael Hoppe mit einer Komposition von Jean Langlais.

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