Giftpflanzengarten bietet spannende Gewächse

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Sie kennen den richtigen Umgang mit giftigen Pflanzen: die Umweltbildnerinnen des Nabu in ihrem Giftpflanzengarten im Floriansdorf. Foto: NABU/Carina Zacharias

Aachen. Giftpflanze ist nicht gleich Giftpflanze, weiß Betty Malangré, Umweltbildungsreferentin des Nabu Stadtverbandes Aachen. „Wie giftig eine Pflanze ist, kommt auf die Menge an, die man isst, auf den Standort an dem die Pflanze wächst, und auch auf den Menschen, der sie isst.“

Trotzdem sollte man es lieber nicht darauf ankommen lassen – und darum bläuen sie und ihre Kolleginnen des Kindern bei ihren Führungen auch ein: „Nur schauen, nicht kauen“.

In dem Garten im Floriansdorf am Seffenter Weg wachsen alle Arten von giftigen Pflanzen: Tollkirsche, Goldregen, Wolfsmilch, Maiglöckchen, Fingerhut, Hartriegel und viele mehr. Auch ein paar Gewächse, die man aus der Küche kennt und dort vielleicht nicht erwarten würde, wie Tomaten oder Kartoffeln. Die angebotenen Führungen im Garten für Kinder und Erwachsene beinhalten neben der Giftpflanzenthematik auch die Aspekte des naturnahen torffreien Gärtnerns, der Neophytenproblematik und des Artenschutzes.

Die Umweltbildnerinnen des Nabu legen auch Wert auf die Tatsache, dass eine Pflanze nicht gleich „böse“ ist, nur weil ihr Verzehr für den Menschen ungesund oder gar tödlich sein kann. „Sie haben oft trotzdem einen hohen ökologischen Wert, beispielsweise weil ihre Blüten Insekten als Nahrungsquelle dienen“, so Betty Malangré. Auch ist der Übergang von einer Heilpflanze zur Giftpflanze oft fließend: „Auf die Dosis kommt es an.“ In Zukunft soll zusätzlich zu den Giftpflanzen eventuell noch ein kleiner Schmetterlingsgarten angelegt werden.

Dank einer Förderung der HIT-Umwelt- und Naturschutz Stiftungs-GmbH sind die Umweltbilderinnen mit neuen Gartengeräten ausgestattet und konnten den Garten wieder auf Vordermann bringen. Die nächsten Führungen können also kommen.

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