Aachen - GGS Driescher Hof: Sozialarbeit soll Chancengleichheit herstellen

GGS Driescher Hof: Sozialarbeit soll Chancengleichheit herstellen

Von: Eileen Wegner
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Ziel der Jugendarbeit ist es, früh und präventiv zu agieren. So sehen es nicht nur Lehrer und Pädagogen, sondern auch Politiker. Die Schulsozialarbeit leistet hierzu einen maßgeblichen Beitrag. Dabei müssen insbesondere die Schulen sehr flexibel und individuell auf ihre Schüler und deren Umwelt reagieren.

Bei den rund 200 Kindern der Gemeinschaftsgrundschule Driescher Hof kommen etwa 80 Prozent aus sogenannten bildungsfernen Schichten, wobei 30 Prozent der Kinder sonderpädagogische Betreuung bräuchte, um individuell gefördert und gefordert zu werden. Bei 18 unterschiedlichen Nationen liegt dies nicht nur an der Sprache, sondern auch an den unterschiedlichen Lebensumständen. Die Schulsozialarbeit versucht hier Chancengleichheit herzustellen.

Seit April 2012 arbeitet Jürgen Gerhards als Schulsozialarbeiter an der GGS und füllt mit seiner Arbeit eine wichtige Schnittstelle zwischen Institutionen, Schule und den Familien aus. Dabei berät er sowohl Familien beim Stellen von Anträgen als auch bei Erziehungsfragen. Während der letzten anderthalb Jahre hat er gemerkt, dass sich vieles geändert hat. „Es sind Strukturen aufgebrochen worden, und Vertrauen wurde gebildet. Da kann man nicht einfach den Schalter umlegen, und alles ist wieder weg,“ findet Gerhards. Bis Ende 2014 ist die Stelle des Schulsozialarbeiters gesichert. An der Schule ist man sich einig, dass diese Stelle weiterhin von Nöten ist.

Auf drei Jahre befristet

Das Geld für die Schulsozialarbeit kommt aus dem Bildungs- und Teilhabepaket. Das wurde 2011 ins Leben gerufen. Die daraus resultierenden Stellen an 22 Aachener Schulen sind vorerst auf drei Jahre befristet und laufen daher nur bis zum Ende diesen Jahres, wenn nicht eine andere weitere Finanzierung möglich gemacht wird. Andreas Biener, Leiter der GGS Driescher Hof, hofft auf jede Unterstützung. Die findet er bei der Bundestagsabgeordneten Ulla Schmidt, die sich in der Schule über die wertvolle Arbeit informierte. Es blieben überall in Deutschland zu viele Kinder auf der Strecke, die mit gezielter Förderung ihren Schulabschluss bekommen können.

Die Lehrer in Driescher Hof wollen auf Gerhards nicht mehr verzichten. Die gegenseitige Unterstützung habe zu mehr Toleranz untereinander geführt. Und diese Erfahrung wird nicht nur in Driescher Hof gemacht.

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