Gezielter auf Neigungen der Kinder eingehen

Von: Jessica Jumpertz
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Gezielter auf die Neigungen der Kinder eingehen: In der GS Horbach versprechen sich die Pädagogen – hier Silke Kick – viel von der schrittweisen Einführung des jahrgangsübergreifenden Lernens. Foto: Michael Jaspers

Horbach. Jahrgangsübergreifendes Lernen – ein Begriff, den wahrscheinlich viele im ersten Moment kritisch betrachten. Die Grundschule in Horbach, katholischer Teilstandort der Grundschule Richterich, begrüßte zu Beginn des Schuljahres die ersten Erstklässler, die nun mit den Zweitklässlern zusammen in einer Lerngruppe lernen.

Die Umstellung soll schrittweise erfolgen. Im Schuljahr 2017/2018 soll der Unterricht an der Grundschule vollständig auf das jahrgangsübergreifende Lernen umgestellt sein.

Die Schüler im jahrgangsbezogenen Unterricht verlassen nach und nach die Schule, die neuen Schüler werden in das jahrgangsübergreifende Lernen integriert. 2017/18 soll es dann wahrscheinlich drei Lerngruppen mit jeweils 20 Schülern aus allen vier Jahrgängen geben. Die Umstellung auf das neue Konzept ist notwendig. Die Grundschule ist bereits seit August 2014 katholischer Teilstandort der Grundschule Richterich, und das Konzept des jahrgangsübergreifenden Lernens war eine Möglichkeit, den Schulstandort in Horbach zu sichern.

„Wir sehen das als Chance, nicht als Pflicht“, sagte Silke Kick, verantwortliche Lehrkraft für das jahrgangsübergreifende Lernen. Denn das Konzept biete die Möglichkeit für individualisierteres Lernen. Der gemischte Unterricht setzt sich momentan aus zwei Stunden Freiarbeit pro Tag, Kunst, Musik und Sachunterricht zusammen. Dazu kommt der jahrgangsbezogene Unterricht in Mathe, Englisch, Deutsch und Sport.

In den Freiarbeitsstunden können die Schüler selbstständig arbeiten. Die Lehrkräfte beobachten die Fortschritte der Kinder und passen die Lernpläne individuell an die Schüler an. Das individuelle Lernen bietet den Schülern auch die Möglichkeit, in ihrem eigenen Tempo zu lernen.

So können jüngere Kinder, die zum Beispiel bereits weiter in Mathematik sind, an den schwierigeren Aufgaben teilnehmen. Andere Schüler können sich dagegen etwas länger mit einem Thema auseinanderzusetzen. „Man kann der individuellen Begabung Rechnung tragen“, sagte Jörg Funk, Schulleiter der Grundschule Richterich. Außerdem gebe es weniger Misserfolgserfahrungen.

„Man geht gezielter auf die Neigungen der Kinder ein“, erklärte Anke Engels, stellvertretende Vorsitzende der Schulpflegschaft Vorsitzende des Fördervereins der Grundschule in Horbach. „Das ist ein Vorteil des Systems.“

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