Gewoge baut ihre Erfolgsbilanz weiter aus

Von: Matthias Hinrichs
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Näher am Kunden: Nicht zuletz
Näher am Kunden: Nicht zuletzt im Zeichen des Großprojekts Aachen-Nord hat die Gewoge an der Ecke Jülicher Straße/Joseph-von-Görres-Straße eine neue Service-Zentrale eingerichtet. Weitere sind geplant. Foto: Gewoge

Aachen. Der Weg in die Zukunft ist auch im Zeichen des 120. Geburtstags geprägt durch die Gratwanderung zwischen sozialem Auftrag und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit. So kennzeichnet Bernd Botzenhardt die aktuelle Jahresbilanz der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (Gewoge) Aachen.

Und die spricht - vornehmlich in Zahlen - durchaus für sich, wie der Gewoge-Vorstand gemeinsam mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Hermann Josef Pilgram berichten kann.

„2010 haben wir insgesamt 5,2 Millionen Euro erwirtschaftet, der Bilanzgewinn lag bei 3,6 Millionen”, erklärt Botzenhardt. „Dieses gute bis sehr gute Ergebnis ist vor allem darauf zurückzuführen, dass wir in jüngerer Vergangenheit erheblich in den Bestand investiert haben”. Davon profitierten neben zahlreichen Mietern auch die Gesellschafter - allen voran die Stadt Aachen. Die Jahreshauptversammlung beschloss am vergangenen Donnerstag, 2,8 Millionen Euro als Dividende auszuschütten.

Rund 6,4 Millionen wurden im vergangenen Jahr in Modernisierung und Instandhaltung der gesellschaftseigenen 4650 Wohn- und Gewerbeeinheiten investiert. Weitere 3,7 Millionen Euro wandte die Gewoge für entsprechende Maßnahmen in rund 3250 städtischen Objekten auf.

Unterm Strich blickt das Unternehmen damit auf ein beachtliches Auftragsvolumen von 10,1 Millionen Euro zurück. Investiert wurde unter anderem am Kronenberg, am Schwalbenweg, in Burtscheid, in der Eynattener Straße und an der Schanz, und zwar insbesondere in neue Eingangstüren, Balkonanbauten, Treppenhäuser und Sanitärbereiche sowie die nachhaltige Verbesserung der Energiebilanz.

Dennoch liege die Gesellschaft mit einem durchschnittlichen Mietpreisniveau von 4,50 Euro netto auch gemessen an vergleichbaren Unternehmen der öffentlichen Hand weiter durchaus im unteren Feld, betont Botzenhardt. Und dies, obwohl nicht zuletzt umfängliche Umbaumaßnahmen in der Gewoge-Zentrale an der Kleinmarschierstraße gestemmt wurden, um den direkten Draht zu den Kunden weiter zu verbessern.

Ein Anliegen, dem die Gesellschaft auch mit der Schaffung neuer Service-Büros „vor Ort” weiter Rechnung tragen will. In Aachen-Nord - wo die Gewoge bekanntlich derzeit intensiv ins gleichnamige Erneuerungsprojekt eingebunden ist - wurde eine solche Anlaufstelle kürzlich eingerichtet. Zwei weitere sind bereits geplant.

Neben dem „Kerngeschäft” der Wohnungsbewirtschaftung setzt die AG in zunehmendem Maße Schwerpunkte bei der kaufmännischen und technischen Umsetzung externer Großprojekte. Planerische Pionierarbeit leistete sie nicht zuletzt mit der Errichtung des neuen Zentrums für Biomedizintechnik auf dem RWTH-Campus.


„Das haben wir übrigens fristgerecht bewerkstelligt, und es ist gelungen, den Kostenrahmen von 10 Millionen Euro einzuhalten”, unterstreicht Botzenhardt. Und blickt folglich durchaus optimistisch in die Zukunft.

Neben dem Mammut-Projekt Aachen-Nord, wo die Gewoge rund 25 Millionen investieren will, steht derzeit vor allem der Ausbau des Dreiländer-Carrees an der Vaalser Straße und die grundlegende Sanierung beziehungsweise Neuentwicklung von insgesamt 166 Wohneinheiten an der Stolberger Straße im Abschnitt zwischen Elsass- und Breslauer Straße auf der Agenda. Botzenhardt: „Allein dort werden wir in nächster Zeit voraussichtlich 18 bis 20 Millionen Euro investieren. Momentan gehen wir davon aus, dass wir dort weite Teile des Bestandes abreißen und neu bauen werden.”

Balkon- und Sanitärsanierung schreiten voran: Das vornehmlich von Studenten genutzte Gebäude an der Eynattener Straße 63a wurde ebenfalls von Grund auf hergerichtet.

Modernisierung am Bendplatz: Die Wohnanlage an der Kühlwetterstraße 18-22 wurde auch energetisch auf den neuesten Stand gebracht.

Komplett neu gedämmt: Am Schwalbenweg wurden vier Gebäudekomplexe nach neuesten Standards modernisiert. Außerdem wurden Balkone und Warmwasser-Versorung saniert.


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