Gewerbe am Haarberg, Sporthalle an Strangenhäuschen?

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Aachen. Von mehr als hundert „Prüfflächen“ in Sachen Veränderungen im neuen Flächennutzungsplan (FNP) gibt es nach aktuellem Stand rund 20 Areale, bei denen die Bezirke andere Vorstellungen haben als es der ursprüngliche Vorschlag vorsah.

Deswegen sind im aktuellen Vorentwurf zu diesen Flächen jeweils zwei Varianten dargestellt, über die noch zu entscheiden ist. Ein Überblick:

Aachen-Mitte

Beverau: Zwischen Eselsweg und Kornelimünsterweg gibt es den Vorschlag, knapp 200.000 Quadratmeter bisher landwirtschaftlich genutzter Fläche für Wohnbebauung vorzusehen. Alternativ könnte es bei der bisherigen Funktion bleiben. Es hat sich eine Bürgerinitiative gegen die potenzielle Bebauung in dem Landschaftsschutzgebiet gebildet.

Grauenhofer Weg: Die Frage ist, ob eine rund 27.000 Quadratmeter große Fläche zwischen Stettiner Straße und Grauenhofer Weg als potenzielles Wohngebiet – wie bisher – ausgewiesen bleibt, oder ob sie künftig als landwirtschaftliche Fläche dargestellt ist.

Preuswald: Enorm strittig ist, ob zwei Waldstücke rund um Maria im Tann Wald bleiben oder demnächst als Wohnbauflächen zur Verfügung stehen.

Brand

Brand-Nord: Mehr als 400.000 Quadratmeter sind bisher westlich der Eilendorfer Straße als potenzielles Gewerbegebiet ausgewiesen. Der Vorschlag lautet, dies zurückzunehmen und landwirtschaftliche Fläche festzuschreiben. Die Bezirksvertretung will, dass es beim derzeitigen Status bleibt.

Friedhof Kolpingstraße: Es geht um die Frage, ob ein rund 15.000 Quadratmeter großes Areal auf dem Gelände des Friedhofs – in Richtung Eilendorfer Straße – von Grünfläche in Wohnbaufläche umgewidmet wird.

Trierer Straße Süd: Soll eine Fläche zwischen Rollefstraße und Trierer Straße – wie teils bisher schon – Wohnbaufläche sein? Oder soll dort künftig nicht gebaut werden?

Eilendorf

Fringsbenden: Eine knapp 50.000 Quadratmeter große Fläche an der Vennbahntrasse ist als Gewerbefläche ausgewiesen. So sollte es auch im neuen Flächenutzungsplan sein. Doch es gibt auch die Bestrebung, sie als landwirtschaftliche Fläche zu sichern.

Deltourserb Ost: Das 44.000 Quadratmeter große Areal zwischen A44 und Von-Coels-Straße ist derzeit landwirtschaftlich genutzt und soll als Gewerbegebiet ausgewiesen werden. Oder alternativ so bleiben wie bisher.

Deltourserb West: Bisher landwirtschaftlicher Bereich, geht es bei dem knapp 90 000 Quadratmeter großen Areal jetzt um die Frage, ob dort eine reine Gewerbefläche oder eine Mischung aus Wohnen und Gewerbe gewollt ist.

Haaren

Haarberg/Aachener Kreuz: Es gibt den Vorschlag, ein Areal von mehr als 200 000 Quadratmetern als mögliches neues Gewerbegebiet auszuweisen. Die Fläche ist allerdings Teil des Naherholungsgebietes am Haarberg unterhalb des Haarener Kreuzes. Die Bezirksvertretung hat diesem Ansinnen eine Abfuhr erteilt und will höchstens einen kleinen Riegel entlang der Hauptstraße akzeptieren.

Elleter Feld/Friedhof Hüls: Ebenfalls abgelehnt hat die Politik eine Erweiterung des Gewerbegebiets Elleter Feld am Friedhof Hüls um mehr als 100.000 Quadratmeter.

Strangenhäuschen Ost: Diese rund 20.000 Quadratmeter nahe der Autobahn und in Nachbarschaft zum Nato-Tanklager dürften weniger strittig, dafür aber keineswegs unspannend sein. Denn dort weist der Vorschlag eine Fläche für eine Sporthalle aus. Kommt dort die heiß ersehnte Großsporthalle hin, die auch Heimat der PTSV-Volleyballerinnen werden könnte?

Kornelimünster/Walheim

Dorffer Straße: Knapp 9000 Quadratmeter sollen Wohnbaufläche werden, so der Vorschlag. Oder bleibt es bei Landwirtschaft?

Laurensberg

Recyclinghof Soers: Die Frage, ob an der Stadtgärtnerei ein Recyclinghof entstehen soll, ist schon ausdiskutiert worden. Dennoch gibt es den Vorschlag, die rund 10.000 Quadratmeter große Fläche genau für diesen Zweck vorzuhalten. Wahlweise bleibt der Bereich der Landwirtschaft vorbehalten.

Beulardstein: Um mehr als 114.000 Quadratmeter ging es hier. Vorgeschlagen ist, dort Wohnbauflächen auszuweisen. Nach der Umweltprüfung wurde rund ein Drittel gestrichen. Möglich ist aber auch, dass es wie bisher dort keine Bebauung geben wird. So will es zumindest die Bezirksvertretung.

Richterich

Innenbereich Grünenthaler Straße: Eine 16.000 Quadratmeter große Fläche zwischen Gierstraße und Horbacher Straße könnte wie bisher vorgesehen für Wohnungsbau dienen. Oder sie könnte als Grünfläche ausgewiesen werden.

Grünenthal West/Ost: Die beiden Flächen zwischen Bahnlinie und Autobahn umfassen zusammen rund 44 000 Quadratmeter und könnten laut Vorschlag Wohnbauflächen werden. Alternativ bleiben sie das, was sie sind: Landwirtschaftsflächen.

Haus Linde: Rund 50.000 Quadratmeter misst die zweigeteilte Fläche im Bereich Hand/Haus Linde. Auch hier lautet die Frage: Wohnbebauung oder doch lieber wie bisher Landwirtschaft?

Das sind die Flächen, bei denen es unterschiedliche Auffassungen gibt. Nach der laufenden Eingabefrist werden es wohl noch mehr werden, über die der Rat zu entscheiden hat.

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