„Get Up Festival“ bietet Platz für zahlreiche Projekte

Von: Eva Onkels
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Farbenfrohe Wandkunst und mehr: Beim Verein „Kingz Corner“ zeigten vor allem Jugendliche mit Migrations- oder Fluchterfahrungen ihre Werke. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Der „Kingz Corner Kulturverein Aachen“ adressiert seine Veranstaltungen immer wieder speziell an Jugendliche, so auch mit dem ersten „The Get Up Festival“, das in den Räumen und im Innenhof der Initiative in der Königstraße stattfand. Vorausgegangen war ein viertägiger Workshop für Heranwachsende ab 16 Jahren.

„Man muss die jungen Leute da abholen, wo sie stehen“, erklärte Emilene Wopana Mudimu, die gemeinsam mit Sebastian Walter die Veranstaltung leitete. Viele junge Menschen sind nach wie vor fasziniert von HipHop und Rap-Gesang. Auch der Workshop baute auf dieser Musikrichtung auf.

Auch im Bereich Songwriting und Graffiti sind dabei durchaus ansehnliche Werke entstanden. Acht der letztlich zehn Teilnehmer haben entweder einen Migrations- oder sogar einen Fluchthintergrund. Ihr gemeinsam verfasster Song beschäftigte sich mit einer ganzen Reihe von Problemen, die diese Jugendlichen besonders bewegten: Es ging um das Leben in Deutschland als Ausländer, Flüchtling oder Mensch mit Migrationshintergrund, um religiösen Terror und Fundamentalismus, aber auch die eigenen Kriegserfahrungen flossen in den Text ein.

„Es ist schön zu sehen, dass die Jugendlichen, obwohl sie von unterschiedlicher Herkunft sind, zusammenarbeiten“, meinte Mudimu. Im Anschluss an die Präsentation des eigenen Rapsongs und eines auf einer Plane realisierten Graffitos gab es Tanz und Musik von regionalen und überregionalen Künstlern, darunter die Kulti Allstars aus Köln, Pi Taoba aus Bonn und die ADSE-Gang aus Düsseldorf. Nach 22 Uhr war dann wieder „The Get Up“, angesagt, eine regelmäßiger Partyabend mit Auftritten der Workshopteilnehmer und dem immer wieder beliebten Rapbattle, bei dem jeder spontan mitmachen kann.

Obwohl das schlechte Wetter zu Beginn für einige Umbaumaßnahmen sorgte und die Tanzgruppe Wicked Dance Class daher nicht auf dem von ihr auch für den Rest des Abends gesponsorten Tanzboden auftreten konnte, ließ man sich keineswegs entmutigen.

Das „Kingz Corner“ ist ein Treffpunkt für solche Jugendlichen, die sonst keine oder nur sehr wenig Anlaufstellen in Aachen und Umgebung haben. Genau deshalb ist es den Initiatoren so wichtig, dass auch in Zukunft weitere Workshops angeboten werden können. Hier sind die Verantwortlichen und die Leitung des Vereins allerdings nach wie vor auf der Suche nach finanzieller Unterstützung und Sponsoren, um seine wichtige Integrationsarbeit weiter realisieren zu können.

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