Gesellschaft der Musik- und Theaterfreunde feiert

Von: Kathrin Albrecht
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Die Gesellschaft der Musik- und Theaterfreunde zu Aachen feiert den 95. Geburtstag mit einem großen Festprogramm: (v.l.) Walter Mengler, Felix Gigelberger, Lena Zimmer, Thomas Beaujean. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Seit 90 Jahren bereichert die Gesellschaft der Musik- und Theaterfreunde zu Aachen schon das kulturelle Leben der Stadt. Die ersten Mitglieder fanden sich damals auf Initiative des Aachener Juweliers Heinrich Steenaerts zusammen, allen gemeinsam war die enge Verbundenheit mit dem Aachener Theater und dem Sinfonieorchester.

Das sei bis heute so geblieben, wie Thomas Beaujean, Vorsitzender der Gesellschaft, ausführt.

Sichtbar schlägt sich diese Unterstützung in der Kammermusikreihe im Foyer des Großen Hauses nieder. Vier Konzerte gestalten Musiker des Sinfonieorchesters pro Jahr. Als weiterer Schwerpunkt der Arbeit hat sich die musikalische Förderung von jungen Menschen herauskristallisiert. In Zusammenarbeit mit der Musikschule Aachen organisiert die Gesellschaft einmal im Jahr ein Kinderkonzert im Ballsaal des Alten Kurhauses. Mit dem Heranführen an klassische Musik möchte die Gesellschaft den Horizont junger Menschen erweitern und dazu motivieren, selbst ein Instrument zu spielen.

Auch die Reihe „Freitagsmusik“ gehört zu den Angeboten der Gesellschaft. An vier Abenden finden in der Theresienkirche Lesungen statt, die mit Musikbeiträgen abgerundet werden. Musik spielt auch bei den Feierlichkeiten zum runden Geburtstag eine zentrale Rolle. Drei Jubiläumskonzerte finden in den kommenden Wochen statt. Dafür hat sich die Gesellschaft Unterstützung aus den benachbarten Regionen geholt. So wird das Kinderorchester NRW das Auftaktkonzert am 21. September gestalten.

Etwa 80 Kinder zwischen acht und 14 Jahren aus allen Teilen des Landes musizieren gemeinsam – auch aus Aachen und der Region sind zurzeit fünf Mitglieder dabei. Das zweite Konzert am 2. Oktober gestaltet das Jugendsinfonieorchester gemeinsam mit dem Jugendorchester Amikejo mit Sitz in Maastricht. Der Name bedeutet in Esperanto „Ort der Freundschaft“. Das Orchester versteht sich als euregionales Orchester. Nach eigenen Parts werden beide Orchester gemeinsam die sinfonische Dichtung „Finlandia“ von Jean Sibelius aufführen. „Bis zu 100 Musiker spielen dann gemeinsam,“ erzählt Walter Mengler, Cellist des Aachener Sinfonieorchesters und Betreuer des Jugendorchesters.

Vielfältige Arbeitsfelder

Eine besondere Veranstaltung ist auch das Jubiläumskonzert am 25. Oktober im Krönungssaal des Rathauses. An diesem Abend möchte die Gesellschaft einen Querschnitt aus ihren Arbeitsschwerpunkten abbilden. Kammermusik, musikalische Lesung und ein Konzert des Orchesters der Musikschule der Stadt Aachen stehen auf dem Programm. Die Lesung wird Kulturdezernentin Susanne Schwier übernehmen. „Besonders wichtig war die Arbeit der Gesellschaft sicherlich in den Nachkriegsjahren“, blickt Beaujean auf die Geschichte der Gesellschaft zurück.

Durch Spenden finanzierte die Gesellschaft Instrumente und den Bühnenboden des Stadttheaters. Heute, angesichts knapper Kassen der Kommune, sieht er die Aufgabe der Gesellschaft auch darin, zu mahnen, dass nicht zuerst bei der Kultur der Rotstift angesetzt wird.

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