Geschäftsleute pfeifen auf die Kaugummi-Fans

Von: Katrin Haas
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Da müssen Profis ran: Die ISG
Da müssen Profis ran: Die ISG Holz- und Dahmengraben hat zur Reinigung Kräfte einer Fachfirma engagiert. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Die ehemals einladende Sitzbank ist mit Graffiti verschmiert und der Mülleimer aus Edelstahl ist mit Aufklebern und Kaugummis verdreckt: In den Einkaufsstraßen Holz- und Dahmengraben können die Immobilieneigentümer den Dreck und die Schmierereien nicht mehr sehen.

Deshalb bezahlen einige der Eigentümer jetzt eine Reinigungsfirma, damit beispielsweise die Graffiti an Geschäftsfassaden und Sitzbänken verschwinden.

„Die Stadt hat viel Geld investiert und es ist einfach schade, wenn das verloren geht”, sagt Till Schüler, Sprecher der ISG (Immobilien- und Standortgemeinschaft) Holz- und Dahmengraben. „Wir haben uns gemeinsam bemüht, eine schöne Einkaufsstraße zu schaffen.” Das sei auch gelungen, denn es gäbe deutlich weniger Leerstände und die beiden Straßen seien attraktiver geworden.

Nach der Reinigungsaktion soll es in den kommenden Monaten noch weitere Verschönerungen geben. Der helle Bodenbelag, auf dem die dunklen Kaugummiflecken ein eigenartiges Muster bilden, soll teilweise gesäubert werden. Außerdem sollen zumindest vor den Eingängen einiger Geschäfte die Fugen des Kopfsteinpflasters mit Beton gefüllt werden. Denn die bisherige Granitfüllung schleift sich ab, sodass es gerade für Damen mit spitzen Absätzen gefährlich werden kann. Und die zählen ja bekanntlich zum kaufkräftigen Publikum. Doch ob diese Maßnahmen ausgeführt werden, hängt davon ab, wie viele der Geschäfts- und Immobilieneigentümer sich an der Finanzierung beteiligen.

Ein Problem sieht der ISG-Sprecher Till Schüler außerdem in der derzeitigen Verkehrssituation: „Nach wie vor kommt es zu brenzligen Situationen zwischen Autofahrern und Fußgängern.” Dabei gehe es ihm nicht generell um den Verkehr, der wegen den Baumaßnahmen in der Ursulinerstraße und Büchel über den Holzgraben fährt. Doch dort fahren nach Einschätzung der dort Ansässigen Autos und Baufahrzeuge mit weit mehr als Schrittgeschwindigkeit durch die Fußgängerzone. Diese ist jetzt als Spielstraße ausgeschildert, doch auch das scheint den meisten Autofahrern nicht bewusst zu sein. Till Schüler wünscht sich hier Kontrollen der Polizei, damit die Autofahrer Rücksicht auf die Fußgänger nehmen - und nicht umgekehrt.
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