Gequälte Ponys: Suche nach Besitzer bisher erfolglos

Von: Stefan Herrmann
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Unwürdiger Transport: Polizisten befreiten die sieben verwahrlosten Ponys. Foto: Bundespolizei

Aachen. Es war einer der außergewöhnlichsten Fälle von Tierquälerei des vergangenen Jahres: Vor einem guten Monat haben Bundespolizisten sieben gequälte Shetlandponys gerettet, die in einem vier Quadratmeter großen Anhänger zusammengepfercht waren. Gut sechs Wochen später geht es den Tieren wieder deutlich besser, wie Detlef Funken am Montag auf AZ-Anfrage mitteilte.

Wie die Zukunft der Ponys genau aussieht, konnte der Pressesprecher der Städteregion jedoch noch nicht sagen. Denn die Suche nach dem Besitzer der Tiere verläuft bisher erfolglos.

Und das wird womöglich auch so bleiben, vermutet Funken. Vage Spuren führen bis nach Bulgarien, doch ist kaum zu erwarten, dass diese zum Erfolg führen. Denn auf den Besitzer kämen jede Menge Kosten zu: Die Ponys wurden in den vergangenen Wochen wieder richtig aufgepäppelt. Das Veterinäramt der Städteregion kümmerte sich auch darum, dass die Tiere geimpft und mit ordentlichen Pferdepässen ausgestattet wurden.

Als die Beamten die Ponys entdeckten, waren sie in einem äußerst schlechten körperlichen Zustand, standen in ihren eigenen Exkrementen und waren weder mit Wasser noch mit Futter versorgt. Dass sich nun jemand meldet, der für all dies finanziell geradesteht, glaubt Funken nicht.

Die Ausgaben für die komplette Versorgung haben laut des Pressesprechers schon jetzt den eigentlichen Wert der Tiere überschritten. Genaue Angaben, wie hoch die Kosten für die Unterbringung und Verpflegung der Tiere bisher ausgefallen sind, wollte die Städteregion nicht machen.

„Das Wichtige ist aber: Den Tieren geht es wirklich sehr gut“, betonte Funken. Die Versuche, den Besitzer noch ausfindig zu machen, sollen spätestens Ende Januar beendet werden. Dann möchte man von Verwaltungsseite schauen, an welchen vertrauenswürdigen Pferdehalter in der Umgebung die Ponys verkauft werden können. Derzeit leben sie auf einem nicht näher benannten Pferdehof in der Region.

Ende November waren die sieben Shetlandponys bei der Überprüfung eines Kleintransporters mit Anhänger auf der A44 entdeckt worden. Das Fahrzeug wurde von einem 47-jährigen Rumänen mit Sitz in Belgien gesteuert. Er besaß weder rechtmäßige Eigentümerbescheinigungen für die Tiere, noch die Erlaubnis, sie zu transportieren. Gegen den Mann läuft eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutz- und Tierseuchengesetz.

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