Geplante Bühne im Kennedypark erregt weiterhin die Gemüter

Von: Joachim Rubner
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Kämpfen weiter gegen Pläne, eine Bühne im Kennedypark fest zu installieren: Friedrich Beckers, Vorsitzender der CDU-Kennedypark und Mitglied der Interessengemeinschaft der Geschäftsleute in der Elsassstraße, und Ralf Dentzer (r.). Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Der Verwaltungsvorstand hat die Anschaffung der heftig umstrittenen Kennedypark-Bühne für weit mehr als 100.000 Euro bereits wegen Unwirtschaftlichkeit gekippt.

Doch vom Tisch ist eine stationäre Bühne damit noch nicht, wie Axel Costard, Sprecher der Stadt, berichtet. Deshalb macht jetzt auch die CDU-Kennedypark nochmals mobil gegen die stationäre Bühne. „Wir werden einen Antrag an den Oberbürgermeister stellen und wollen, dass eine mobile Bühne angeschafft wird.

Sie ist erheblich preiswerter und auch vor Vandalismus und Metalldieben wesentlich besser geschützt”, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Harald Baal und erntet dabei die volle Unterstützung von Friedrich Beckers, dem Bezirksvorsitzenden der CDU-Kennedypark und auch von Ralf Dentzer, Konzertorganisator aus Burtscheid, der bereits einen Antrag an den Bürger- und Beschwerdeausschuss in Sachen „Bühne Kennedypark” gestellt hatte, der allerdings in dem Gremium nicht durchkam.

„Die vom Stadtrat ursprünglich vorgesehene Bühne sollte 146.953 Euro kosten. Warum kauft die Stadt keine mobile und klappbare Bühne”, fragen sich Beckers und Dentzer. Eine mobile Bühne in guter Qualität mit 61 Quadratmetern Bühnenfläche wäre für nur 54.560 Euro erhältlich, weiß Beckers, der auch noch Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Geschäftsleute in der Elsassstraße ist.

Dentzer: „Die Bühnen sind so gestaltet, dass Beleuchtung und Ton an Traversen angebracht werden können und so konstruiert, dass eine Person sie in nur 45 Minuten aufgebaut hat. Eine mobile Bühne ist für den Kennedypark erheblich besser geeignet und vor allem auch bedeutend preiswerter.” Zudem könne die mobile Bühne auch an andere Veranstalter vermietet werden. „Kleinere nicht-kommerzielle Veranstaltungen könnten sich dann auch einmal eine Bühne leisten”, weiß Dentzer. Und sogar die Stadt selbst könne sich bei diversen Veranstaltungen das Leihen einer Bühne sparen.

Anders sieht Josef Okon, Leiter der Offenen Tür Josefshaus und ausgesprochener Kenner des Ostviertels, die Bühnenproblematik. „Man sollte sich in der Tat allmählich klar werden, was man will. Eine mobile Bühne verursacht Zusatzkosten durch Lagerung, Aufbau und Transport. Hier wird irgendwann der finanzielle Vorteil weg sein. Dennoch, eine Bühne für den Kennedypark ist gut. Sie ermöglicht viele Veranstaltungen erst richtig. Kultur ist ein wichtiger Baustein zur Integration von Vertretern verschiedener Nationen.”
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