Aachen - Gemischte Nutzung soll die Barockfabrik neu beleben

Gemischte Nutzung soll die Barockfabrik neu beleben

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Wie ist es bestellt um die Zukunft der Barockfabrik? Die Frage bewegte die Politiker in der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses Kultur einmal mehr – ausführlich und teils kontrovers wurde über die weitere Nutzung des Kulturhauses am Löhergraben diskutiert.

Eine Neukonzeption sieht vor, das Gebäude zu einem „Haus der kulturellen Vielfalt“ umzugestalten. Diesbezüglich wurden Gespräche mit verschiedenen Initiativen geführt, etwa dem Ausschuss Aachener Karneval (AAK), Art bewegt e.V., der Volkshochschule, dem Öcher Schängchen und der Theaterschule Aachen. Ziel ist es, dem Namen entsprechend kulturelle Vielfalt, Kooperation und Bildung zu entwickeln. Die Barockfabrik selbst bleibt als Gebäude in städtischer Trägerschaft, sprich beim Kulturbetrieb. Die Kulturverwaltung geht davon aus, dass das Haus in einer „Mischnutzung“ verwaltet wird.

Dies bedeutet, dass einige Räume fest vermietet werden, während andere nur temporär zur Verfügung gestellt werden sollen. Der sogenannte Caféraum, der Tanzraum, der Rote Saal, der prioritär vom Öcher Schängchen genutzt wird, und die Gemeinschaftsküche sollen zeitweilig alternativ genutzt werden können. Sibylle Reuß (SPD) betonte, dass das Konzept eine Basis bilde, um das Haus, in dem in der Vergangenheit vor allem auch Angebote für Kinder gemacht wurden, neu zu beleben, und lobte die Mischung von festen Mietern und Kooperationen. Weniger begeistert zeigte sich Aida Beslagic-Lohe von den Grünen. Ihrer Meinung nach sei innerhalb des Konzeptes kein klarer Weg erkennbar. Eine kulturelle Vielfalt sei nicht gegeben. Dem schloss sich Ulla Epstein von den Linken an.

Dr. Margrethe Schmeer (CDU) entgegnete allerdings: „Das Haus ist für Kinder nicht ideal nutzbar, ferner ist die Immobilie rein größenmäßig überschaubar. Die Mischung der hier aufgeführten, interessierten Akteure ist gut gelungen und stellt eine kulturelle Vielfalt dar.“ Mit sechs Gegenstimmen und somit mehrheitlich beschloss der Betriebsausschluss die Umsetzung der Neukonzeption gemäß Vorlage der Verwaltung.

Etliche im Jahr 2018 und 2019 anstehenden Maßnahmen zur Bauunterhaltungen wurden den Politikern überdies vorgestellt. So sollen Ballsaal und Treppenhaus im Alten Kurhaus gestrichen, im übernächsten Jahr auch das Dach des Gebäudes saniert werden. Anstriche der Lackflächen im kommenden Jahr sowie die Streichung von Decken und Wänden stehen im Couven-Museum an.

Im Ludwig Forum werden die Schwingböden im Space erneuert, 2019 stehen die Überarbeitung der Parkettböden sowie eine Teilerneuerung der Fenster an. Ebenfalls 2019 sollen die Fenster im Verwaltungstrakt der Stadtbibliothek erneuert werden. Im Suermondt-Ludwig Museum steht 2018 und 2019 ferner die Erneuerung der Lüftungsanlage und der Klimaanlage auf dem Maßnahmenplan. Umbau und Verlegung der Brandmeldezentrale im Zeitungsmuseum sollen ebenfalls 2018 und 2019 durchgeführt werden. Schon im kommenden Jahr wird der Treppenbelag im Zollmuseum erneuert.

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