Gemeinsam Inklusion leben an neuem Ort

Von: Esra Güner
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Freuen sich auf viele neue Begegnungen: Florian Gimborn, Simone Krauß und Ingeborg Jansen (alle Leitstelle „Menschen mit Behinderung“ der Stadt Aachen), Daniela Jahn (AG Behindertenhilfe), Sascha Weigran (hintere Reihe von links), Anita Kuckelmann und Bianca Gülicher von der Theatergruppe und der Tanzgruppe der Lebenshilfe (vorne, von links). Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Nach zweijähriger Pause meldet sich das „Fest der Begegnungen” voller Elan und mit einem neuen Konzept zurück. Am Samstag, 2. Juli, erwartet die Besucher von 14 bis 20 Uhr ein abwechslungsreiches Programm.

Die wohl wichtigste Neuerung: Nach 33 Jahren zieht das Fest für Menschen mit und ohne Behinderung zum Elisenbrunnen um. „Der Katschhof war ein abgeschlossener Raum”, begründet Simone Krauß von der Leitstelle „Menschen mit Behinderung“ der Stadt Aachen die Entscheidung. „Am Verkehrs- und Einkaufsknotenpunkt Elisenbrunnen lässt sich die Begegnung viel leichter verwirklichen”, glaubt sie.

Berührungsängste abbauen

Berührungsängste abbauen, Verständnis schaffen und Brücken schlagen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung, das steht ganz oben auf dem Wunschzettel der Veranstalter. Organisiert wird das Fest von der städtischen Leitstelle „Menschen mit Behinderungen” und der Arbeitsgemeinschaft Behindertenhilfe, die mehr als 70 Vereine in Aachen vertritt. Stände der einzelnen Vereine wird es nicht mehr geben: „Wir haben einen großen Tisch mit Infomaterial aller Vereine. Die Vereinsvertreter werden an entsprechenden T-Shirts zu erkennen sein”, stellt Daniela Jahn von der AG Behindertenhilfe heraus. „Sie sind jederzeit ansprechbar”.

Als Rahmenprogramm sorgt Sascha Weingran dafür, dass auch die letzten Berührungsängste bei den Bürgern abgebaut werden. Mit seinem Mimentheater will der selbst ernannte „Passantenstopper” Menschen animieren, stehen zu bleiben und neugierig zu werden. Dafür schlüpft Weingran, der selbst seit über 20 Jahren in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung arbeitet, in verschiedene Rollen und Masken.

Wer stehen bleibt, wird mit einem bunten Bühnenprogramm aus Laien und Profis belohnt. Unter anderem zeigt der Zirkus Configurani sein Programm; die Gruppe „Youngstar Drumming” von der Viktor-Frankl-Schule schafft temperamentvolle Beats und DJ Hot sorgt am frühen Abend für entspannte Stimmung. Mit dabei ist auch die Tanzgruppe „Blau-Weiß“ der Lebenshilfe, die bereits seit zwölf Jahren beim „Fest der Begegnung” mitmacht. Bianca Gülicher ist von Anfang an dabei und freut sich schon auf die vier Tänze. Neben Tanz hält die Lebenshilfe aber auch noch eine Theater-Performance bereit.

Aus der Kooperation zwischen der Theaterschule Aachen und der Lebenshilfe Werkstatt ist eine Theatergruppe entstanden, die Tanzszenen und Höhepunkte ihres aktuellen Stückes „Dieter-Cohlen-Casting-Show” präsentiert. Anita Kuckelmann übernimmt dafür sogar eine neue Rolle und ist schon aufgeregt: „Das wird eine Überraschung”.

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