Aachen - Gemeinsam auf dem Weg in die City 2022

Gemeinsam auf dem Weg in die City 2022

Von: Matthias Hinrichs
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Neue Ideen gefragt – zum Beispiel für den Bushof und die Achse Peterstraße, Elisenbrunnen, Kapuzinergraben: Heute um 18.30 Uhr sollen die Bürger das „Innenstadtkonzept 2022“ kritisch beleuchten und eigene Gedanken zu dessen Gestaltung einbringen. Foto: Harald Kroemer

Aachen. „Gallery Walk“ heißt das neudeutsche Zauberwort in Sachen Planung für die City – wer nun mutmaßt, der „Galeriespaziergang“ ziele etwa auf ein gigantisches Gewerbeprojekt am Kaiserplatz ab, liegt allerdings ganz falsch. Aus Sicht der städtischen Gestalter geht es um mehr, vor allem um ganz Neues.

Es geht darum, die nächsten entscheidenden Herausforderungen bei der Entwicklung der City für die kommenden knapp zehn Jahre in den Fokus zu nehmen. Und dabei sind jetzt auch und vor allem die Bürger gefragt. Am Dienstag sind alle Interessierten eingeladen, sich zum Auftakt mit eigenen Ideen und Anregungen rund ums „Innenstadtkonzept 2022“ einzubringen.

Ab 18.30 Uhr stehen Experten des Büros HJPplaner Aachen und Fachleute der Stadtverwaltung in der Citykirche in den Startlöchern, um die aus ihrer Sicht wichtigsten Schwerpunkte zunächst zu skizzieren. „Erstmals setzen wir dabei aber vor allem auf das Konzept des ,Gallery Walk‘, um noch direkter mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und ihnen Gelegenheit zu bieten, eigene Gedanken einzubringen“, erläutert Gertrude Helm, zuständige Abteilungsleiterin im Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen.

Das Prinzip gilt als einfach, aber besonders effektiv: Zunächst werden kleinere Gruppen gebildet, welche sich spontan mit einzelnen Themenschwerpunkten auseinandersetzen. Sie alle werden auf eine Art Parcours geschickt, auf dessen Stationen sie – motiviert und moderiert von den Experten – Ideen, Lob, Kritik rund um die jeweils ins Auge gefassten Planungsbereiche formulieren können. Die Eckpfeiler dieser „Gallery“ bilden dabei unter anderem Bushof und Bahnhof nebst Umfeld, das Parkhaus Büchel und Umgebung, der Campus Innenstadt sowie das Suermondt-Viertel.

Der „Gallery Walk“ soll also als eine Art maßgebliche Ouvertüre zur „Zukunftsmusik“ in Sachen (Weiter-)Planen, Bauen, Gestalten verstanden werden – frei nach dem Motto: Wenn „der Bürger“ diese Musik schon bezahlen muss, sollte er auch bei deren Bestellung noch besser mitreden können. Zentrale Themen wie Handel, Freizeit, Wohnen, Mobilität und Umwelt stehen dabei im Mittelpunkt. „Wir garantieren, dass nichts verloren geht“, unterstreicht Getrude Helm. Im Sommer sollen die ersten Ergebnisse in einer großen Veranstaltung präsentiert werden, bevor die Planer sich gemeinsam mit einer Lenkungsgruppe aus Mitgliedern der Ratsfraktionen an die weitere Ausarbeitung machen.

Eingebunden werden sollen dabei kontinuierlich übrigens auch eine „Patenklasse“ aus einem Erdkunde-Leistungskurs des St.-Leonhard-Gymnasiums, ein „Think Tank“ aus Vertretern unterschiedlicher Berufsgruppen und eine sogenannte „Denkfabrik 66+“, in der sich ältere Semester aktiv einbringen. Im Herbst sollen dann wieder diverse „Stadtspaziergänge“ folgen. Denn immerhin geht es um die konkrete Fortschreibung des Innenstadtkonzepts 2002, für das die Stadt seinerzeit im Ganzen rund 54 Millionen Euro in die öffentliche Hand genommen hat, von denen 40 Millionen über Fördermittel finanziert werden konnten. Zu den zentralen Bausteinen gehörten seinerzeit etwa die Route Charlemagne, der Elisengarten, der neue Prinzenhof oder die Wegeverbindung von Hauptbahnhof Richtung City.

In einer ersten Fassung dieses Berichts haben wir geschrieben, dass Experten des Büros HJPplaner Aachen und Fachleute der Stadtverwaltung am Dienstag ab 18.30 Uhr im Haus Löwenstein referieren. Die Veranstaltung finden allerdings in der Citykirche statt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

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