Aachen - Gelungene Premiere von „De Wietschaff steäht Kopp“

Gelungene Premiere von „De Wietschaff steäht Kopp“

Von: Birgit Broecheler
Letzte Aktualisierung:
9384504.jpg
Ein Prosit auf eine amüsante und spritzige Komödie: Die Schauspieler der Alt-Aachener-Bühne brillierten in ihren Rollen. Foto: Martin Ratajczak
9384485.jpg
Neugierig: Wie werden sich am Ende die ganzen Irrungen und Wirrungen lösen? Foto: Martin Ratajczak

Aachen. „Hier is ja nüs los“, kündigte Geschäftsführer Ewald Stork das Geschehen in der Forster Kneipe an, die das Bühnenbild im Einhard-Gymnasium zierte. Doch was dann folgte, war ein wahres Feuerwerk aus Witz, Charme und skurrilen Situationen, das das Ensemble der Alt-Aachener-Bühne mit Herz und Können zeigte.

Mehr als zwei Stunden brachten die Laienschauspieler rund um Urgestein Leni Reißer die fast 700 Zuschauer bei der Premiere von „De Wietschaff steäht Kopp“ am Samstag zum Lachen – so sehr, dass manch einem die Tränen in den Augen standen.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht eine Gaststätte im Stadtteil Forst in den 60er Jahren. Die Gäste werden immer weniger, doch die Kredite müssen bezahlt werden. Leider hat der Gastwirt die nächste Rate schon beim Kartenspiel mit einem Mafioso verzockt und auch die Schwiegermutter hat ihr Erspartes in einer Stripshow gelassen. Wie es der Zufall will, kündigen sich angeblich die Beach Boys an. Doch ein anderer Teil der Familie glaubt, Heinz Schenk und der Blaue Bock kämen in den Saal. Alle fiebern dem großen Tag entgegen. Doch dann wird es turbulent, denn der Stripper erscheint plötzlich und ein Brandschutzexperte will erst alles noch umbauen. Ein Verwechslungsspiel mit ungeahnten Folgen beginnt…

Dabei spielten sich Richard Strauch, Sabine Plum, Günter Erkens, Leni Reißer, Birgit Drews, Ralf Büter, Irmgard Farber, Resi Frings und Neuzugang Thomas Muckel geradezu in einen Komikrausch, den die Zuschauer am Ende mit tosendem Applaus honorierten. Ganz besonders witzig-rasant ging es dabei zwischen Leni Reißer und (echter) Tochter Birgit Drews zu. Reißer, die für ihr 60-jähriges Jubiläum bei der Alt Aachener Bühne am Ende einen großen Blumenstrauß und eine Ehren-Urkunde bekam, kommentierte das nur mit einem kräftigen „Sauaas“.

Toll ins Ensemble passt auch Neuzugang Thomas Muckel, der den Brandschutzbeauftragten spielt. Darüber freut sich Geschäftsführer Ewald Stork besonders, denn: „Es ist schwer, schauspielerischen Nachwuchs zu finden. Dabei brauchen wir unbedingt welchen.“ Beim Publikum hingegen merke man den Generationenwechsel bereits. „Es kommen immer mehr jugendliche Zuschauer“, so Stork. Und Geschäftsführerin Sabine Plum meint: „Man muss nicht unbedingt perfekt Öcher Platt können, um das Stück zu verstehen. Das ist ja auch eine optische Sache.“

Vorlage zu „De Wietschaff steäht Kopp“ ist die Komödie „Eissidissi in Flintsbach“ des Bayern Achim Pöschl. Der, so Stork, sei sehr überrascht gewesen, dass man sein Mundart-Stück übersetzt habe und im Rheinland spiele. Dass die Adaptation gelungen ist, davon wird Achim Pöschl sich selbst überzeugen können: Der Autor wird bei einer der Aufführungen in Alsdorf ebenfalls im Publikum sitzen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert