Geldautomaten mit Seil herausgerissen: Diebe vor Gericht

Von: Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:
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Die Filiale der Postbank am Tag nach der Tat. Foto: Roeger

Aachen. Ursprünglich angeklagt vor der 6. Großen Strafkammer am Aachener Landgericht waren fünf Männer wegen diverser bandenmäßig organisierter Raubtaten in der Region Aachen. Zwei der fünf Angeklagten waren kürzlich mit Bewährungsstrafen abgeurteilt worden, für die restlichen drei Haupttäter schlug am Mittwoch die Stunde der Strafanträge.

Immer wieder Ziel der Bande waren neben lukrativen Firmenlagern insbesondere Geldautomaten. So hatte die Bande beispielsweise im November 2014 den EC-Automaten der Postbank am Pontdriesch ins Visier genommen. Die Täter banden ein starkes Seil an einen gestohlenen Kleintransporter und rissen damit nachts den Automaten aus seiner Verankerung. Dann packten sie den Automaten in den Transporter und flüchteten, Beute rund 68.000 Euro.

Ein aufmerksamer Nachtschwärmer filmte die lautstarke Aktion mit dem Handy. In den Niederlanden fand die Polizei später in dem ausgebrannten Fahrzeug Reste des Geldes. Es war allerdings durch rote Farbe unbrauchbar geworden.

Neben der Aachener Aktion waren vier weitere Attacken gegen Geldautomaten angeklagt. Eine Spezialität der Bande war es weiterhin, bei den Einbrüchen in Firmenräume die Schlüssel von Firmenwagen einzukassieren und dann damit vom Hof zu fahren.

Für den 26-jährigen Inut C. forderte die Anklage drei Jahre und neun Monate, für den 25-jährigen Antonio A. wurden, auch wegen weiterer Straftaten, fünf Jahre Haft beantragt, der dritte Angeklagte Daniel T. (26) soll für zwei Jahre und neun Monate ins Gefängnis.

Die Anklagebehörde, vertreten durch Oberstaatsanwalt Jan Balthasar, ist der Überzeugung, dass die eigentlichen Köpfe der Diebesbande in niederländischen Bereich zu suchen sind und vor Ort nicht in Erscheinung traten. Das Urteil wird am kommenden Montag um 15 Uhr gefällt.

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