Kinofreisteller

Geldautomaten am Audimax gesprengt: Suche nach Audi

Von: mw/heck
Letzte Aktualisierung:
geldautomat pontviertel
Die Serie reißt nicht ab: Diesmal wurden gleich zwei Geldautomaten in der Aachener Innenstadt in die Luft gejagt. Foto: Ralf Roeger
geldautomat pontviertel
Die Serie reißt nicht ab: Diesmal wurden gleich zwei Geldautomaten in der Aachener Innenstadt in die Luft gejagt. Foto: Ralf Roeger
geldautomat
Die Serie reißt nicht ab: Diesmal wurden gleich zwei Geldautomaten in der Aachener Innenstadt in die Luft gejagt. Foto: Ralf Roeger
geldautomat pontviertel
Die Serie reißt nicht ab: Diesmal wurden gleich zwei Geldautomaten in der Aachener Innenstadt in die Luft gejagt. Foto: Stephan Kreutz

Aachen. In einer Bank im Aachener Hochschulviertel haben vier bislang unbekannte Täter am Dienstagmorgen die Geldautomaten mit Gas gesprengt. Durch die Wucht der Explosion wurde der Kundenraum regelrecht verwüstet, eine Tresortür flog sogar durch die Wand in ein angrenzendes Büro. Die Polizei im Grenzland fahndet nach einem dunklen Audi mit Bonner Kennzeichen.

Nach mehreren spektakulären Raubzügen auf Automaten in der Region haben die Täter nun mitten in der Stadt zugeschlagen: Die betroffene Servicestelle der Deutschen Bank an der Wüllnerstraße liegt in unmittelbarer Nähe zum Audimax der RWTH Aachen. Die Sprengung reiht sich ein in eine Serie von zahlreichen ähnlichen Vorfällen, bei denen die Täter offenbar immer nach einem ähnlichen Muster vorgehen.

Von einem lauten Knall und Erschütterungen wurden Anwohner um kurz nach vier Uhr aus dem Schlaf gerissen. Zeugen beobachteten, wie vermutlich vier maskierte und dunkel gekleidete Täter mit ihrer Beute in ein vor dem Gebäude abgestelltes Fahrzeug einstiegen und davonfuhren. Bei dem Fluchtwagen soll es sich um einen gestohlenen dunklen Audi RS6 mit dem Kennzeichen BN-Z910 handeln.

Durch die Wucht der Sprengung wurden beide Geldautomaten, zwei Kontoauszugsdrucker, sowie das sonstige Inventar der Filiale stark beschädigt. Fenster wurden aus den Angeln gehoben, Scheiben zerbarsten und Teile der Außenfassade platzen. Eine Tresortür durchschlug die Wand zu einem angrenzenden Grafikbüro.

Polizei und Feuerwehr stellten zudem einen Wasserschaden in dem angrenzenden Geschäft fest. Ob die Bausubstanz des Gebäudes selber ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde, wird zur Zeit noch geprüft. Angaben über die Höhe der Beute und des Sachschadens gibt es derzeit noch nicht.

Eine sofort eingeleitete Fahndung, bei der auch ein Hubschrauber eingesetzt wurde, verlief zunächst ohne Erfolg. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei unter Telefon 0241/9577-31501 oder außerhalb der Bürozeiten unter der 0241/9577-34210 entgegen.

Damit geht die Angriffsserie auf Geldautomaten in Bankfilialen auch im neuen Jahr weiter. Erst vor wenigen Tagen hatte es im westfälischenLippetal geknallt. Im vergangenen Jahr zählte das LKA 66 Fälle vonGeldautomaten-Sprengung in NRW.

Auch in Aachen hatte es zahlreiche gewalttätige Versuche gegeben, Geldautomaten auszuplündern. Im November 2014 waren fünf Männer mit einem Wagen in die Postfiliale auf der Pontstraße gefahren und hatten aus dem Vorraum einen Geldautomaten entwedet. Zum Pech der Täter lösten sie durch das gewaltsame Vorgehen ein Farbsicherungssystem in der Geldkassette aus, das die Beute unbrauchbar machte.

Im November vergangenen Jahres hatten mehrere Täter einen Transporter rückwärts in den Vorraum eines Supermarktes an der Krefelder Straße gesetzt. Anschließend hatten sie versucht, den dortigen Geldautomaten mit Hilfe von Gurten aus dem Boden zu reißen - ohne Erfolg, das Gerät blieb standhaft. Eine Videokamera zeichnete die Geschehnisse auf, das Video ist auf unserer Seite abrufbar.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.