Geldautomat hält diesmal stand

Von: mh
Letzte Aktualisierung:
11494976.jpg
Jüngster Tatort einer Serie einschlägiger Raubzüge: In Preuswald versuchten Unbekannte, einen Geldautomaten zu sprengen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Diesmal hielt der Safe stand – aber die Täter konnten einmal mehr entkommen. Am frühen Dienstagmorgen haben Unbekannte versucht, einen Geldautomaten in einer Sparkassen-Filiale an der Reimser Straße zu sprengen.

Gegen 3.30 Uhr war die Polizei mit mehreren Streifenwagen in Preuswald angerückt, nachdem die Alarmanlage des Geldinstituts ausgelöst worden war. Als sie vor Ort eintrafen, hatten die Kriminellen bereits die Flucht in unbekannte Richtung angetreten. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um mindestens drei maskierte Bankräuber gehandelt hat.

Nach ersten Erkenntnissen hatten sie sich zunächst mit Brecheisen und anderen Werkzeugen an dem Tresor im Foyer der Filiale zu schaffen gemacht. Ob sie dabei gestört wurden oder ob ihnen die Zeit davonlief, ist unklar. Erste Untersuchungen am Tatort ergaben, dass die Täter auch versucht hatten, Gas in den Automaten einzuführen, um ihn in die Luft zu jagen. Reste des explosiven Stoffes konnten durch Spezialisten der Feuerwehr nachgewiesen werden.

Die Polizei dehnte die Fahndung mit Hilfe der belgischen Behörden umgehend auch ins benachbarte Grenzland aus. Immerhin lag die Vermutung nahe, dass die Bande sich nach dem misslungenen Coup über die Lütticher Straße ins Ausland abgesetzt haben könnte. Konkrete Hinweise darauf gebe es allerdings nicht, erklärte Polizeisprecher Paul Kemen am Dienstag. Der gescheiterte Raubzug in Preuswald ist laut Polizei bereits der sechste in einer Serie von vergleichbaren spektakulären Delikten, die sich in diesem Jahr im Grenzland ereignet haben. Immerhin drei Mal waren die Täter dabei erfolgreich.

Erst Anfang November hatten Unbekannte zudem versucht, einen Geldautomaten im Eingangsbereich eines Supermarktes an der Krefelder Straße per Abschleppseil aus der Verankerung zu reißen. Dazu hatten sie die Glastür zum Foyer kurzerhand mit einem Kleintransporter gerammt und zertrümmert.

Landesweit zählten die Ermittler zwischen März und Mitte November allein 60 Fälle von gesprengten Banksafes. Kurz vor Weihnachten nahmen Fahnder des Landeskriminalamts drei Männer fest, die für 13 einschlägige Delikte vor allem am Niederrhein verantwortlich sein sollen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert