„Geht‘s jetzt los?“: Katortz fackelt nicht lange

Von: Gerd Simons
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Stehen längst in den Startlöchern, um ihre neue CD „Geht‘s jetzt los?“ zu präsentieren: Katortz, alias Stefan Schwartz, Toshi Trebess und Karsten Nordhausen (v.l.) entern am Freitag die Bühne des Musikbunkers. Foto: Michael Dietrich

Aachen. „Geht’s jetzt los, bin ich endlich dran?“ Diese Frage stellt sich die Aachen-Kölner Formation Katortz im Titelstück ihrer aktuellen CD, die nach monatelanger schweißtreibender Arbeit das Licht der Welt erblickt hat.

„Die Frage bezieht sich nicht auf die Band, sondern der Text behandelt aus der Sicht eines Individuums das Thema und auch die Frage, ob das alles war, was das Leben bisher zu bieten hatte“, erläutert Toshi Trebess (Gitarre/Gesang), der für alle Texte von Katortz zuständig ist, den Inhalt des Songs.

Bei der Psychedelic-Deutsch-Rock-Band Katortz indes stehen die Zeichen weiterhin auf Sturm. Sie stellen nicht die Frage „Geht‘s jetzt los?“, sondern das Trio mit Toshi Trebess, Karsten Nordhausen (Bass/Gesang) und Stefan Schwartz (Schlagzeug) nimmt seine Geschicke selbst in die Hand. „Damit sind wir bisher sehr gut gefahren. Katortz läuft, wir haben Spaß, und wir spielen endlich in einer Band, in der wir es unaufgeregt, ohne Stress, in vertrauter und großartiger Harmonie und mit viel Vertrauen krachen lassen können“, bringt Stefan Schwartz die Philosophie der Kapelle auf den Punkt.

Alle Musiker haben in unterschiedlichen Formationen mehr oder minder erfolgreich gewirkt und sind meist desillusioniert ausgestiegen. Bis sich die drei Protagonisten über den Weg gelaufen sind und das Schicksal es gut mit ihnen gemeint hat. Schon das Debüt-Album „Wir haben alles gesehen“ hat die Marschrichtung der Band gezeigt.

Von da an konnten sich Trebess, Nordhausen und Schwartz so manchen langgehegten Musikertraum erfüllen. „Wir hatte die Chance, als Vorgruppe von The Interphere drei Wochen im Nightliner durch die Republik zu touren und den ganzen Tag nur Musik zu machen. Das war ganz großes Kino“, sind die Erinnerungen bei Karsten Nordhausen noch ganz frisch.

Laut Aussage der Band war das eine Tournee mit Familienanschluss, denn The Interphere hatten die drei Jungs sofort „adoptiert“ und drei großartige Wochen mit ihnen im Bus und auf der Bühne verbracht. Davon zehrt Katortz noch heute. Zurück in der Heimat ging es in den Proberaum, denn die Arbeit an neuen Songs für eine zweite CD stand auf dem Programm. Wie beim ersten Album haben sich die Jungs in einem einsam gelegenen Haus, diesmal in Brandenburg, verbarrikadiert und dort innerhalb von zehn Tagen die Songs für „Geht‘s jetzt los?“ eingespielt.

Letzter Schliff gelingt in Köln

Mit von der Partie war Sasha Sirovica, der wie Toshi Trebess ein Tonstudio betreibt und mit ihm das Studioequipment für die Aufnahmen beigesteuert hat. Abgemischt wurden die Songs in der Nähe von Köln vom Katortz-Gitarristen selbst: Herauskommen ist ein erwachsenes, eigenständiges, erdiges und großartig klingendes Rockalbum, auf dem der Trio-Sound noch besser als beim Vorgängeralbum zur Geltung kommt. Stefan Schwartz: „Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.“

Einen weiteren Wunsch konnte sich das Trio, das zum Album mittlerweile drei Videoclips gedreht hat, noch erfüllen. Die neue CD erscheint auf dem Aachener Label Nota Falsa auch in einer streng limitierten Vinylpressung. Nach der Produktion geht es wieder auf die Bretter.

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