Gegensätze, die sich sehr gut ergänzen

Von: Svenja Pesch
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Stellen in der Galerie 45 aus: Heike Lydia Grüss aus Berlin und Karl von Monschau.

Aachen. Es sind die Gegensätze, die Renate Hoffmann, Galeristin der Galerie 45, in der neuen Ausstellung faszinieren. „In den Räumen treffen die Künstler Heike Lydia Grüß aus Berlin und Karl von Monschau aus Aachen aufeinander. Während sie personenbezogene Arbeiten präsentiert, zeigt er strukturelle und gegenständliche Werke“, erzählt Hoffmann.

„Parallelleben“ – das ist das Thema von Grüß, die ursprünglich aus der Zeichensparte kommt. „Die Miniaturporträts, die ich extra für diese Ausstellung angefertigt habe, sind oftmals ethnologisch geprägt. Sie sind narrativ und zeigen Frauen in verschiedenen Positionen und mit unterschiedlicher ethnischer Herkunft. Viele der Damen wirken, als seien sie adelig oder hochbürgerlich“, erzählt Grüß, die bereits zweimal in der Galerie 45 ausgestellt hat.

Im Gegensatz zu ihren Bildern stehen die des Künstlers Karl von Monschau. „Séries Noires“ ist der Titel seiner Arbeiten. Dabei fällt dem Betrachter sofort das Bild „inner circle“ auf. Ein großflächiges Gemälde, auf dem vor schwarzem Hintergrund eine weiße Spirale zu sehen ist.

„Ich habe hier Öl auf Leinwand aufgetragen und unten, am linken Bildende steht ein Glas mit weißer Farbe. Die Farbe, die ich symbolisch nicht mehr gebraucht habe, fließt wieder zurück ins Glas hinein“, erzählt Karl von Monschau.

Eine Sache hat ihn bei seiner Serie aber ganz besonders fasziniert: Das „Schwarze Quadrat“. Bereits 1977 hat er das gleichnamige Bild angefertigt. Vor zwei Jahren entschied er sich, dieses zu überarbeiten. Aus dem „Schwarzen Quadrat“ ist ein schwarzer Kreis geworden. Von Monschau nennt es das „implodierte schwarze Quadrat“.

Direkt daneben bearbeitet er das Selbstporträt des Malers Kasimir Malewitsch, in dem er natürlich auch das von ihm 1915 gemalte „schwarze Quadrat“ eingefügt hat. Die Gegensätze der beiden Künstler sind zwar deutlich zu erkennen, aber dennoch ergänzen sie sich gut. Denn zusammengenommen ergeben sie ein Gesamtbild, welches zeigt, dass strukturelle und gegenständliche Arbeiten oftmals nicht ohne den jeweiligen Gegenpart auskommen.

Die Ausstellung ist bis zum 1. November zu sehen. Öffnungszeiten: Freitag und samstags von 14 bis 19 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr.

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