Aachen - Gefeierte Stars der Jazz- und Ethno-Musik

Gefeierte Stars der Jazz- und Ethno-Musik

Von: mh
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Aachen. Alle Welt redet von Globalisierung - in Aachen zeigt sie sich von ihrer schönsten Seite. Nicht nur Kaiser Karl persönlich hat sich beim jungen Kulturspektakel „across the borders” im besten Sinn einwickeln lassen, berichten Rick Takvorian und Susanne Güntner vom Kulturbetrieb zur Zwischenbilanz des international besetzten Reigens, der noch bis Ende August zu erleben ist.

Von wegen roter Faden: „Die Aktion zur Umgarnung des Karlsbrunnens ist auf sehr positive Resonanz gestoßen. Immer wieder haben die Leute das Gespräch mit den Künstlern gesucht”, erzählt Güntner.

Okay: Bevor der Eäzekomp wieder „entrüstet” war, meldeten sich auch Kritiker zu Wort. Tenor: Mit der Vereinnahmung des Kaisers sei viel Geld quasi aus dem Rathausfenster gegenüber geworfen worden. „Natürlich sollen Aktionen wie diese auch zur Auseinandersetzung reizen”, kontert Takvorian - mit rund 10.000 Euro sei das Gastspiel rein kostenmäßig eher moderat ausgefallen.

Und schließlich soll das City-Festival seinem neudeutschen Namen mit einem schillernden Mix der Stile und Sparten Ehre machen - über alle Grenzen hinweg eben. Das nächste Ausrufezeichen wird der afrikanische Jazz- und Ethno-Virtuose Terrence Ngassa mit Band und zwei Tänzerinnen am Samstag, 20. Juni, um 20 Uhr in St. Nikolaus setzen. „Er gilt als bester Trompeter Afrikas, seine Auftritte sprühen vor Lebensfreude”, berichtet Susanne Güntner.

Mindestens ebenso hochkarätig kommen die Gastspiele der weltbekannten Rock-, Musical und Chanson-Interpretin Helen Schneider (23. Juli, 20.30 Uhr, St. Paul) sowie des indischen Schlagwerk-Gurus Trilok Gurtu (25. Juli, 20.30 Uhr, St. Paul) daher. „Der beste Percussionist, den ich kenne”, bekundet Takvorian, dem wohlfeile Superlative keineswegs leicht über die Lippen gehen. Mit tiefer Spiritualität und umwerfendem Groove zugleich ziehe der weltweit gefeierte Star sein Publikum in den Bann.

Höchst gespannt blicken die Organisatoren zudem auf die Ausstellung von Antonio Nu-ez (ab 26. Juli, Aula Carolina). Mit seinen großformatigen Öl-Acryl-Kompositionen hat der kubanische Maler sich durch die plakativen Werbebotschaften unserer Tage inspirieren lassen - und die (scheinbar) fröhliche Konsumwelt zwischen schrillen Blickfängen auf Aachens Straßen und stillen Clickzwängen auf PC- oder TV-Tastaturen neu ins Bild gerückt.

Damit ist der Köcher in Sachen Kulturvielfalt keineswegs erschöpft - weitere Live-Leckerbissen lassen nicht lange auf sich warten. „Wir sind überzeugt, dass die zweite Auflage von âacross the bordersÔ mindestens so erfolgreich ausfällt wie die erste im vergangenen Jahr”, sagt Takvorian. 40.000 Besucher sollen es am Ende einmal mehr sein.
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