Gefährlich: Die Radler-Unfälle häufen sich

Von: Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:
12431137.jpg
Gefahrenpunkt für Radfahrer: Immer öfter ist es an der Junkerstraße zu Unfällen gekommen. Jetzt wird dort wie auch am Boxgraben die Verkehrsführung geändert. Foto: Harald Krömer

Aachen. Unfallschwerpunkte mit Radfahrern häufen sich in jüngster Zeit auf dem Teilstück der Junkerstraße bergab an den Abbiegungen zur Bleiberger wie nur ein paar Meter weiter zur Welkenrather Straße. Die wegen des Gefälles oft mit erheblicher Geschwindigkeit auf dem Fahrradstreifen rollenden Radfahrer werden des Öfteren von den nach rechts abbiegenden Autofahrern übersehen, es kommt dort immer öfter zu Unfällen.

Um die Konflikte zwischen abbiegenden Pkw und geradeaus fahrenden Radlern künftig zu vermeiden, hat sich der Mobilitätsausschuss zu einer neuen Fahrbahnaufteilung an diesem Straßenabschnitt entschlossen. Der Leiter des Fachbereichs Verkehrsanlagen, Uwe Müller, dazu: „Leider ist das ein sehr typischer Unfallverlauf dort. Das ist nicht nur in Aachen so, das beobachtet man ebenso in anderen Städten“, erklärte Müller die Situation. Experten haben dafür eine Lösung: Überhaupt keine Querungen der Verkehre sei am besten, beschreibt Müller die optimalen Lösungsansätze.

So haben sich die Experten eine neue Streckenführung für den abwärts führenden Straßenbereich der Junkerstraße auf dem Teilstück nach dem „langen Turm“ Richtung Lochnerstraße ausgedacht. Nach dem Passieren der Kreuzung Maastrichter Straße wird die zweispurige Verkehrsführung auf eine Spur reduziert, um für die Abbieger in die Bleiberger Straße wie in die Welkenrather Straße eine separate Abbiegespur schaffen zu können.

Der Schutzstreifen für die bergab fahrenden Radler wird mit dieser Spur in die Mitte der Fahrbahn verlegt, so dass sie mit den Rechtsabbiegern erst gar nicht mehr in Konflikt kommen. Man könne den Verkehr keinesfalls von vornherein auf nur eine Spur zusammenführen, erklärte Müller im Ausschuss, das das Verkehrsaufkommen gerade an dieser Stelle erheblich sei. Eine Spur fasst da rund 900 Autos in der Stunde, unterwegs seien dort aber oftmals mehr als 1000 Fahrzeuge zu bestimmten Zeiten.

Im Zuge der Expertengespräche (auch mit dem ADFC) wurde außerdem offenkundig, dass ebenso die Tankstellenzufahrt weiter unten kurz vor der Einmündung nach rechts in die Lochnerstraße in Richtung Westpark immer wieder gefährlich für die Radfahrer wird. Auch dort will man den Radstreifen zukünftig weiter in die Mitte der Straße verlegen.

Auch die Kreuzung Mariabrunnstraße/Weberstraße und Boxgraben ist in jüngster Zeit auffällig in Sachen Unfallbrennpunkt geworden. Dort soll jetzt ebenfalls bergab eine Rechtsabbiegespur markiert werden. An dieser Spur sollen die Radfahrer links auf einem 1,85 Meter breiten und rot markierten Radstreifen vorbeigeführt werden. Der Verkehr von unten in Richtung Schanz wird künftig dann nur geradeaus fahren dürfen, das bislang erlaubte Linksabbiegen in die Weber- und Mariabrunnstraße wird untersagt.

Wer dorthin will, muss künftig rechts in Richtung Stromgasse abbiegen, den Hubertusplatz umfahren und von dort in die Weber- oder Mariabrunnstraße einfahren. Beide Änderungen wurden einstimmig beschlossen, einzig FDP-Ratsherr Peter Blum hatte zu Beginn der Diskussion angemerkt, auch Radfahrer hätten die Pflicht, sich an anderen Verkehrsteilnehmern zu orientieren. Ihr Recht auf Vorfahrt an diesen Stellen könnten sie schließlich nur auf Kosten ihrer Gesundheit erzwingen, das sei das Ganze nicht wert, also sei gegenseitige Rücksichtnahme angesagt.

Leserkommentare

Leserkommentare (3)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert