Gedenkbuch würdigt weitere Shoah-Opfer

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Aachen. Anlässlich des 61. Jahrestags der Reichspogromnacht am 9. November kann die Initiative Gedenkbuchprojekt der Opfer der Shoah einen weiteren Beitrag über das Schicksal einer jüdischen Familie aus Aachen vorstellen.

Doris Stiefel, geborene Pintus, die in Aachen geboren wurde und heute in den USA lebt, berichtet über Dagobert Pintus, der 1885 in Aachen zur Welt kam und rasch Karriere als Textilhändler machte.

Im Ersten Weltkrieg diente Pintus in der deutschen Armee und war Kriegsgefangener in Russland. 1922 heiratete er Zitoni Oppenheimer. Ihr Sohn Werner kam 1923 in Aachen zur Welt. Etwa 1925 emigrierte die Familie nach Amerika. Kurz darauf beschloss sie jedoch, zurückzukehren. 1933 flohen die Pintus vor dem NS-Terror nach Frankreich. Dort wurden sie nach längerer Odyssee verhaftet.

Toni Pintus wurde am 29. Juli 1942 aus dem Internierungslager Drancy Richtung Auschwitz deportiert. Werner Pintus wurde am 14. September 1942 ebenfalls nach Auschwitz gebracht, wo er wahrscheinlich sofort ermordet wurde. Dagobert Pintus wurde am 11. Februar 1943 nach Auschwitz deportiert und dort am 13. Februar 1943 ermordet.
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