Aachen - Geburtsstation mit neuen Kreißsälen im Luisenhospital eröffnet

Geburtsstation mit neuen Kreißsälen im Luisenhospital eröffnet

Von: Sina Stieding
Letzte Aktualisierung:
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Stellten – nach der ersten Zwillingsgeburt – die Kreißsäle Foto: Michael Jaspers

Aachen. Noch vor der offiziellen Eröffnung gab es auf der brandneuen Geburtsstation im Luisenhospital die ersten Schreie: Um 14.37 Uhr kam ein kleines Mädchen, eine Minute später ihr kleiner Bruder, zur Welt. Ab dem Wochenende bezieht die Station unter Leitung von Dr. Dirk Crommelinck ihre neuen Räume, die neben neuster Technik vor allem eine ganz besondere Atmosphäre bieten.

„Unsere oberste Priorität war, dem neuwerdenden Leben den Übergang so angenehm wie möglich zu machen“, schildert Architekt Thomas Siebers, der die neuen Kreißsäle präsentierte. Jedes der vier Zimmer erfreut sich eines eigenen Farbschemas, das von dynamischem Sonnengelb bis hin zu gemütlichem Bordeauxrot reicht. Die Geburtsräume, so Crommelinck, reflektieren die Vielfältigkeit der Patienten, die sich für eine Entbindung im Luisenhospital entscheiden. „Unsere Geburtshilfe ist persönlich und individuell gestaltbar“, erklärt er, „genau wie unsere Räume.“

Ein Vorteil ist, dass sich das direkte und indirekte Licht einfach regulieren lässt, so dass ein Säugling bei der Geburt laut Siebert „nicht als erstes in eine Glühbirne schaut“. Lüftungen und Haustechnik wurden erneuert und verbessert. Sowohl Wandbemalungen als auch die Aussicht auf die Bäume aus dem dritten Stock sorgen für eine warme, entspannende Stimmung bei den Müttern.

Zum ersten Mal gibt es neben einer Turnecke in den Kreißsälen auch ein Gebärtuch, das maximalen Komfort während der Entbindung gewährleisten soll. Trotz sämtlicher Neuerungen in Form und Farbe hat die medizinische Sicherheit bei Vorstandsvorsitzendem Werner Reiche Priorität. „Medizinisch ist man bei uns natürlich sehr gut aufgehoben, allerdings wollen wir nicht vergessen, dass der Aufenthalt schön sein soll“, erklärt er.

Rebecca Gerber, die als Hebamme die Geburtsstation leitet, sieht in dieser wohltuenden Atmosphäre einen besonderen Vorteil: „Je entspannter die werdende Mutter ist, desto besser ist der Geburtsfortschritt“, erklärt sie. Bereits im Aufnahmeraum steht eine Badewanne bereit, in der sich die Patientinnen sich zurücklehnen können, während die Kreißsäle vorbereitet werden. Gerbers oberstes Ziel, dass die neuen Mütter, Väter und Kinder das Krankenhaus gesund verlassen können, ist somit leichter erreichbar.

Das Vertrauen in die Geburtsstation sei – so die Verantwortlichen – tatsächlich gestiegen, obwohl die Abteilung 22 Monate temporär eine Etage tiefer aufzufinden war. Mit Anna Rosein kam im Oktober das 1000. Baby des Jahres 2016 zur Welt und das gleich zwei Monate vor dem Jahresdurchschnitt. Vor Jahresende will das Luisenhospital auf der neuen Station noch mindestens 100 weitere Babys in unserer Welt willkommen heißen.

Die Zwillinge, die am Dienstag die Hallen der neuen Geburtsstation mit ihren Schreien belebten, durften direkt nach dem Kaiserschnitt in Mamas Arme. Auf die erste „natürliche“ Entbindung freut sich Gerber an diesem Wochenende schon sehr. „So ein Ambiente macht Spaß“, sagt sie. Und damit meint sie sicher nicht nur ihre neue Station, sondern auch die Freude bei den neuen Familien.

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