Gebührend rührend: Das Da Theater feiert 25. Geburtstag

Von: Grit Schorn
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Zeitreise in 25 Jahre Das Da T
Zeitreise in 25 Jahre Das Da Theater: Bei der Jubiläumsmatinée erinnerten (von links) Ina Pappert, Bernd Büttgens, Anja Mathar und Theaterchef Tom Hirtz an die bewegte Geschichte des Hauses. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Vieles hängt derzeit vom Wetter ab - so auch der kluge Entschluss, die Jubiläumsveranstaltung zum 25-jährigen Bestehen des beliebten Das Da Theaters nicht in der verregneten Kulisse der Burg Frankenberg sondern im Theaterhaus in der Liebigstraße stattfinden zu lassen.

Trotzdem war die Matinée ganz und gar nicht trocken - aber überaus witzig und gebührend rührend. Wie aus der einstigen gymnasialen Theater-AG das jetzige Das Da Theater wurde, davon kündeten nicht nur „Gründer” wie Tom Hirtz (Theaterleiter) und Bernd Büttgens (stellvertretender Chefredakteur unserer Zeitung und erfahrener „Mitspieler” am Theater), sondern auch Szenen und Musik sowie verschiedene Personen, die sich um das sehr beliebte freie Theater verdient gemacht haben.

Längst hat die Das Da-Bühne in der Liebigstraße - nach abenteuerlichen früheren Behausungen - eine „grandiose Erfolgsgeschichte” vorzuweisen, wie Aachens früherer OB Jürgen Linden schon vor fünf Jahren zum 20. Bestehen bemerkte. Hinreißend jetzt der Auftakt mit Bernd Büttgens als Ur-Berliner im Erfolgsmusical „Linie 1”, das zu den Höhepunkten im Programm zählt. So manches Anekdötchen und skurrile Erinnerungen an „Garagen in Rothe Erde” machten die Runde, und nicht nur der unverzichtbare „Theatervater” Josef Hirtz wurde herzlich begrüßt von Sohn Tom und vom Publikum gefeiert, auch die emsigen Förderer und Sponsoren erhielten die verdiente Würdigung und viel Applaus.

Natürlich durften einige kurze Szenen aus alten und neuen Aufführungen nicht fehlen. Natürlich live! Das Da-Mitbegründerin Anja Mathar ließ die großartige Revue „Schall & Rauch” mit Liedern von Friedrich Hollaender neu erstehen, Bernd Büttgens ließ seinen wunderbaren Humor spielen in liebevollen Erinnerungen an Patrick Süskinds Einpersonenstück „Der Kontrabass”. Den Bassbogen von damals überreichte Büttgens als Geschenk an Josef Hirtz, der beim „Kontrabass” den Bühnenbau innehatte.

Jule Blatz und Uschi Büttgens sah man gerne in einer kurzen Szene der „Kikerikiste” von Paul Maar, das erste Kinderstück 1991 im Das Da. Die Aufführungen für Kinder und Jugendliche machten das ungewöhnliche Haus auch zum quicklebendigen „Familientheater”, das aber ebenso erfolgreich harte, zwiespältige Themen und flotte Musicals auf die Bühne bringt. Ohne die kongeniale Bühnenausstattung von Frank Rommerskirchen sähe das alles nicht halb so interessant aus.

Eine Szene der „Burgtheater”-Aufführung von Shakespeares „Othello” zeigten Jens Eisenbeiser in der Titelrolle und Raphael Fachner als Jago. Auch eine heiße Szene aus dem hauseigenen Musical von Maren Dupont kam glänzend an. Kostproben von „Grüffelo” und dem „Kaufmann von Venedig” ließen Vorfreude auf die kommende Spielzeit aufkommen. Und da wäre ja auch noch das neue Tanztheater, das erfolgreich Einstand mit „Schräglagen” feiern konnte. Fortsetzung folgt, glauben Hirtz und Choreografin Heike Sievert ganz fest. Für den Tanz. Und natürlich das ganze Das Da Theater.
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