Gebrauchte Rechner sollen sich rechnen

Von: Thorsten Karbach
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Rechtsklick als Helfer in vielen Computer-Programmen
Die rechte Maustaste ist ein kompetenter Helfer, der in den meisten Programmen sekundenschnell zusätzliche Menüs und Optionen auf den Bildschirm holt. Foto: dpa

Aachen. Gebrauchte Rechner an Aachens Grundschulen sollen sich für den städtischen Haushalt rechnen. Die Schulpolitiker werden sich jedenfalls mit der Frage beschäftigen müssen, ob die Grundschüler weiterhin mit moderner Technik lernen sollen oder „alte” PC länger eingesetzt werden.

Darüber wird der Schulausschuss am Donnerstag, 28. Oktober, beraten. „Grundsätzlich sind den Grundschulen für ihre Medienecken bislang neue PC hingestellt worden”, erklärt Björn Gürtler vom städtischen Presseamt. „Das ist der Ist-Zustand”, sagt er. Die Rechner wurden dann alle fünf Jahre durch neue Modelle ersetzt. Dieses Modell wird nun in Frage gestellt. Einerseits könnten fortan ausgediente Verwaltungsrechner in die Grundschulen umziehen, andererseits könnte die Einsatzzeit auf sieben statt fünf Jahre verlängert werden - alles im Zeichen der Haushaltskonsolidierung. Es ließen sich - so die städtische Rechnung - zwischen 2012 und 2016 so 291.773,04 Euro sparen.

Zuletzt wurden im März 254 Rechner an 22 Grundschulen ersetzt. Als zusätzliche, freiwillige Leistung. Ausgetauscht wurden PC, die mittlerweile acht oder gar neun Jahre auf dem Buckel hatten - das ist nahezu museumsreif. Die „neuen” Computer waren die bereits erwähnten ausgedienten Verwaltungsrechner, vier bis fünf Jahre alt. Die Kosten für den Computertausch lagen bei 20.000 Euro.

Verpflichtet ist die Stadt grundsätzlich, alle zweiten, dritten und vierten Klassen der Grundschulen mit je zwei Computer (bei zweiten Klassen gibt es den zweiten Rechner nur auf Antrag) auszustatten. Präzisere Vorschriften für den Stand der Technik gibt es nicht. Zusätzliche Computerräume wiederum sind freiwillige Leistungen und deswegen aktuell finanziell kaum zu stemmen. Insgesamt gibt es an den 39 Aachener Grundschulen 257 zweite, dritte und vierte Klassen und in denen 543 Computer. Ein Rechner steht dabei noch in jedem Lehrerzimmer.

Wer mehr will, der muss fortan auf das Engagement von Sponsoren und Fördervereinen vertrauen. So wird die Grundschule Höfchensweg mit zehn Beamern mit Aktivlautsprechern, neun Leinwänden und einer transportablen Musikanlage ausgestattet. Finanziert durch den Förderverein der Schule - für rund 38.000 Euro.
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