Gaunerzinken: Polizei weist die Vorwürfe zurück

Von: os
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So sehen sie aus: Solche Plastikklemmen sorgen derzeit für Verunsicherung. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Zum dem AZ-Artikel „Vorsicht vor Gaunerzinken“, in dem es um kleine Plastikklemmen als geheime Zeichen von Einbrechern und die Erfahrungen eines Burtscheider Bürgers mit der Polizei geht, erreichte die Redaktion am Mittwoch eine Stellungnahme der Polizei. Darin weist die Behörde den Eindruck des Bürgers zurück, die beiden Streifenbeamten hätten für die Sache nicht sonderlich viel Interesse gezeigt.

Der Mann hatte in dem Artikel unter anderem geschildert, dass die Beamten gesagt hätten, die Masche mit den Plastikklemmen sei in Aachen unbekannt und überhaupt könnten sie erst etwas tun, wenn eingebrochen worden sei. Dazu erklärt die Polizei nun, dass es richtig sei, „dass die Kollegen gesagt haben, dass diese Masche nicht bekannt sei; nicht richtig ist allerdings, dass die Kollegin und der Kollege kein Interesse für den Sachverhalt gezeigt hätten.“

Die Kollegin habe im Gegenteil „die Kunststoffklemme sofort spurenschonend sichergestellt und luftdicht verpackt“ sowie einen eineinhalbseitigen Bericht für die Ermittler geschrieben. Auch der weitere Umgang mit der sichergestellten Klemme sei dem Bürger an Ort und Stelle erläutert worden, so die Polizei.

Zum Hintergrund: Vor zwei Jahren bereits hatte der Mann die dubiosen Klemmen an der Eingangstüre zu seinem Büro entdeckt. Damals hatte er der AZ geschildert, dass er von der Polizei mit seinem Verdacht, Einbrecher hätten dieTüre markiert, nicht ernst genommen und „von Hü nach Hott geschickt“ worden sei – wofür die Polizei sich entschuldigte. Diesmal sieht man das anders: Die Aussagen seien dazu geeignet, „in der Öffentlichkeit die Polizeiarbeit herabzusetzen“, heißt es in der Erklärung. Und: „Das wird der guten Arbeit des Kollegen und der Kollegin vor Ort nicht gerecht.“

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