Burtscheid - Gaukler und Handwerker trotzen der Sonne

Gaukler und Handwerker trotzen der Sonne

Von: Laura Knops
Letzte Aktualisierung:
Flötentöne: Historische GewÀ
Flötentöne: Historische Gewänder und Instrumente bestimmten das Bild beim Zug durch die Fußgängerzone. Foto: Andreas Steindl

Burtscheid. Es gibt drei Wetterarten, vor denen sich Markt- und Schausteller fürchten: heftiger Regen, starker Sturm und glühende Hitze.

Auch wenn Letzteres wohl das kleinere Übel ist, so merkte man Gauklern und Besuchern der Burtscheider Bänkeltage doch die hohen Temperaturen an. Doch trotz des Badewetters schlenderten zahlreiche Schaulustige über den mittelalterlichen Handwerkermarkt und bestaunten das bunte Programm.

Verkaufsoffener Sonntag

Drei Tage lang wurden rund um das Burtscheider Abteitor Ritter, Gauckler und mittelalterliche Sänger zum Leben erweckt. Ob selbstgemachte Seife oder Aachener Teufelssenf - am Burtscheider Markt und in der Kapellenstraße boten zahlreiche Handwerker ihre Waren an.

Wem das nicht genug war, konnte dank des verkaufsoffenen Sonntags noch ein bisschen durch die Geschäfte schlendern. Von spannenden Schwertkämpfen, über höfische Tänze, bis hin zu Puppentheater - wie in jedem Jahr wurde Groß und Klein eine Menge geboten.

Am Zeltlager der Ritter des „Eynen Volks” konnte man sogar selbst einmal in eine Ritterrüstung hineinschlüpfen. Doch auch die Ritter und Hofdamen mussten wegen des Wetters kleine Abstriche machen, so fiel die Hochseilshow von „Tamino dem Gaukler” aus.

Feinste Unterhaltung konnte Tamino trotzdem bieten. Bei fröhlichem Flötenspiel und spannenden Geschichten zog er Jung und Alt in seinen Bann. Schon seit zwölf Jahren ist der studierte Sozialpädagoge, der mit bürgerlichem Namen Jens Röthel heißt, hauptberuflich auf historischen Märkten unterwegs und unterhält mit viel Witz sein Publikum.

„Faszinierend am Mittelalter ist für mich, dass man zwar schwer arbeiten musste, aber genauso ausgiebig gefeiert hat”, versuchte „Tamino” den Mittelalter-Hype zu erklären. Wen bei diesem Wetter der Durst plagte, der konnte zwischen zahlreichen Gaumenfreuden auswählen.

Kirschbier, Calvados, Elsässer Flammkuchen oder ein Fladenbrot der „Feldbäckerey” - aus einem breiten Angebot gab es mittelalter- und neuzeitliche Köstlichkeiten zu entdecken. Eine besondere Mischung aus Altem und Neuem, darauf sind die Ritter und Handwerker der Bänkeltage besonders stolz.
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