Gas: Familien zahlen zehn Prozent drauf

Von: Oliver Schmetz
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Gaspreise: Was rechtens ist und was nicht, ist für den Vrebraucher meist nicht unbedingt klar. Im Zweifel unabhängige Beratung holen. Foto: Harald Krömer

Aachen. Nach einer rasanten Talfahrt geht es jetzt wieder bergauf. Das klingt eigentlich gut, ist aber für Kunden der Stawag eine schlechte Nachricht.

Denn gemeint sind die Gaspreise: Um bis zu zehn Prozent werden diese zum 1. April ansteigen, nachdem sie im vergangenen Jahr in zwei Schritten um insgesamt mehr als 30 Prozent gefallen waren. Allerdings erfolgte dieser Absturz auch vom höchsten Niveau der vergangenen zehn Jahre aus.

Zwischen 42 und 120 Euro mehr

Der aktuelle Stand dieser Berg- und Talfahrt bedeutet, dass die Musterfamilie mit einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden ab April rund 120 Euro pro Jahr drauflegen muss. Ein Single-Haushalt, der im Jahr 7000 Kilowattstunden verfeuert, ist dann mit einem Aufschlag von 42 Euro jährlich dabei. Wie die Erhöhung im konkreten Einzelfall ausfällt, hänge jedoch vom jeweiligen Verbrauch sowie vom Produkt ab, dass der Kunde beziehe, betont der Energieversorger.

Als Grund für den aktuellen Preisschub führt die Stawag einmal mehr gestiegene Beschaffungskosten an. Dies sei eine Folge der seit dem vorigen Jahr wieder kontinuierlich gestiegenen Rohölpreise, an die die Gaspreise gekoppelt sind. „Wir müssen jetzt die Preise wieder anheben”, sagt Stawag-Vertriebsleiter Andreas Maul, betont aber zugleich, dass die Erhöhung erst ab April und damit zum Ende der Heizperiode greife.

„Damit haben unsere Kunden während des gesamten und dieses Mal besonders kalten Winters von den niedrigen Preisen profitiert.” Ohnehin erreiche man mit der Anhebung bei weitem nicht die jüngsten Spitzenwerte aus dem Winter 2008/2009, sondern bewege sich „immer noch auf dem Niveau von 2007”, erklärt Maul.

Für Strom dagegen müssen die Kunden der Stawag aller Voraussicht nach in der näheren Zukunft erst einmal nicht tiefer in die Tasche greifen. „Da stehen im Moment keine Preisveränderungen an”, bestätigt Stawag-Sprecherin Eva Wußing auf Anfrage.

Die höheren Gaspreise sollen der Kundschaft in den nächsten Tagen per Brief mitgeteilt werden. Die Änderung habe allerdings keine Auswirkung auf die monatlichen Abschläge, betont die Stawag. Man werde auch nicht die Zählerstände zum April 2010 ablesen, sondern „durch eine zeitanteilige Verbrauchsabgrenzung” sicherstellen, dass die neuen Preise erst ab dem 1. April berechnet werden.
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