Ganze 380 Kinder stürmen Centre Charlemagne

Von: lak
Letzte Aktualisierung:
15198616.jpg
Das hat sichtlich Spaß gemacht: Die Organisatorin Pia vom Dorp (links) und Eva Wußing (Mitte) vom Sponsor Stawag zogen eine positive Bilanz der Ferienpiele im Centre Charlemagne. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Die Ferien dazu nutzen, per 3D-Drucker einen eigenen „Fidget Spinner“ zu erstellen oder im Workshop „Hosentaschenfilme“ kleine Filme inklusive Drehbuch und eigenem Schnitt zu drehen: Kinder und Jugendliche, die bei diesem Programm hellhörig werden, haben in diesen Sommerferien wohl etwas verpasst.

Das Ferienspielprogramm der Route Charlemagne hatte es diesmal in sich und bot neben der eigenständigen Herstellung von „Fidget Spinnern“ und professionellen Filmen eine Vielzahl von spannenden Aktivitäten. 380 Kinder meldeten sich hierzu an, und gemessen an der Nachfrage hätten es noch viel mehr sein können.

„Sehr hohe Betreuungsintensität“

„Maximal 20 Kinder passen jeweils in einen Kurs, da die Betreuungsintensität bei den anspruchsvollen Aufgaben doch sehr hoch ist“, erklärt Pia vom Dorp, Leiterin des Museumsdienstes Aachen und Organisatorin der Ferienspiele, die Gruppengrößen. Wer trotz großer Nachfrage einen der begehrten Plätze im diesjährigen Programm „Wissensreporter gesucht“ erhielt, erlebte Besonderes.

„Die Kinder merken auf einmal, wie viel sie doch auch selber können. Losgelöst vom alltäglichen Notendruck der Schulen werden sie wissbegierig, entwickeln eigene Fragestellungen und mutieren in den Workshops zu echten Fachleuten“, beschreibt vom Dorp den besonderen Effekt der Ferienspiele.

Ob ein Theater-Workshop, der die Kinder in die Zeit Karls des Großen zurückversetzte, oder ein Fotografie-Workshop in der Innenstadt – für Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 16 Jahren hielt „Wissensreporter gesucht“ viele Programmpunkte bereit.

Im Zentrum einiger Angebote stand in diesem Jahr der Umgang mit den neuen Medien. „Diese gehören im Leben von Jugendlichen heute früh dazu, also sollten wir ihnen in Film- und Foto-Workshops näher bringen, wie der richtige Umgang funktionieren könnte“, schildert Eva Wußing, Pressesprecherin der Stawag, die Idee dahinter. Die Stawag dient den Ferienspielen als größter finanzieller Sponsor und macht ausreichende Betreuung bei Workshops möglich.

Zudem engagieren sich die FH Aachen in Form des mit elf 3D-Druckern ausgestatteten „FabBusses“, das zdi(Zukunft durch Innovation)-Netzwerk mit Unterstützung bei technologischen Angeboten sowie die Stadt Aachen bei Organisation und Ausrichtung.

Thema Archäologie ist der Renner

Der Renner unter den jüngsten Teilnehmern hat mit diesen Dingen jedoch wenig zu tun. „Archäologie für Kids“ heißt das gefragteste Ferienspiel-Erlebnis. „Mit Ton, Kernseife und Gips haben wir eigene archäologische Funde erstellt“, lassen der achtjährige Florian aus Aachen und der ein Jahr ältere Max aus Vaals in ihre Arbeit eintauchen.

Vermeintlich „uralte“ Schlüssel, Knochen, Siegel oder auch die bereits bekannten „Fidget Spinner“ erstrahlten so in historischem Glanz. Aufbewahrt werden die Gegenstände anschließend in selbst gestalteten Schatztruhen. Florian und Max zeigten hierbei viel Kreativität und ließen wissen, dass sie auch im nächsten Jahr gerne wieder dabei wären.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert