Aachen - Ganz spezielle Ausstellung, ganz spezieller Geruch

Ganz spezielle Ausstellung, ganz spezieller Geruch

Von: Caroline Niehus
Letzte Aktualisierung:
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Beim Reitturnier Tabuzone, bei „KuH“ ganz und gar nicht: Die Ausstellung „Kunst und Handwerk“ lockt viele Besucher und 70 Aussteller in die Pferdeboxen des ALRV. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Die Stallungen des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV) sind zu Zeiten des CHIO für die Öffentlichkeit Tabuzonen. Aber einmal im Jahr sind Besucher ganz im Gegenteil höchst willkommen. Dann öffnen sie ihre Pforten für alle Kunstinteressierten. – wenn Kunst und Handwerk in den Stallungen zu Gast sind. Das nennt sich „KuH im Stall“.

In 70 Boxen stehen an diesem Wochenende keine Pferde, sondern Künstler und Handwerker mit ihren handgearbeiteten Unikaten. Sie kommen nicht nur aus der Region, sondern nehmen teilweise weite Fahrten auf sich, um an dem etablierten Handwerkermarkt teilzunehmen. Berlin, Bielefeld, Polen und die Niederlande sind nur einige Herkunftsregionen der Aussteller.

Veranstalterin Monica Neßeler ist besonders stolz auf das breite Spektrum, das sie ihren Besuchern präsentieren kann. Von Malerei über Keramik- und Glasarbeiten bis hin zu Holz- oder Textilstücken ist in den Stallungen des ALRV in diesen Tagen alles zu finden. Dabei wird jedem Aussteller eine Box zugewiesen, die er selbst individuell gestalten kann. Neßeler veranstaltet „KuH im Stall“ mittlerweile zum elften Mal. Es gebe auch Künstler, die von Beginn an dabei waren, „sich hier wirklich etwas aufgebaut haben und jedes Jahr wiederkommen“, so Neßeler.

Dazu gehört zum Beispiel Ilona Heers. Sie stellt seit 16 Jahren selbst Marmeladen her und schätzt den Austausch mit den Besuchern in Aachen sehr. „Man hat schon seinen Stammkundenkreis“, freut sie sich und betont auch die Besonderheit des Marktes. Es sei außergewöhnlich, so viele individuelle Hersteller an einem Ort zu versammeln.

Ein „KuH“-Neuling ist Petra Rink. Sie ist begeistert vom „außergewöhnlichen Ambiente“, sieht aber auch eine Schwierigkeit in dem begrenzten Platz der Boxen. Trotzdem ist sie froh über das interessierte Publikum und die damit verbundene Werbung für ihre Ausstellung. Wie die Besucher die Ausstellung sehen, erzählen Birgit Mannheims und Wilma Mika-Scheufen. „Die Stallungen mit der Dekoration sind an sich schon Kunst“, sagt Mika-Scheufen fasziniert.

Auch Mannheims findet die individuelle Gestaltung toll: „Es ist wie viele verschiedene Showrooms nebeneinander, das ist sehr originell.“ Zwei weitere Besucher haben sich auf die Zusammenfassung „speziell“ geeinigt. Sie sind begeistert von der Vielfalt, fügen aber lachend hinzu: „Der Geruch ist etwas gewöhnungsbedüftig!“ Am Ende sind sich aber alle einig, dass „KuH im Stall“ durch ihr besonderes und einzigartiges Flair besticht.

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