Aachen - Ganz großes Kino: Tivoli feiert Premiere

Ganz großes Kino: Tivoli feiert Premiere

Von: Stefan Herrmann
Letzte Aktualisierung:
Es ist angerichtet: Wenige Stu
Wenige Stunden vor dem Filmstart gönnte sich Markus Krieger schon mal eine Probetüte Popcorn. Abends strömten dann 1400 Zuschauer zur Premiere des Tivoli Open Air Kino. Foto: Andreas Steindl

Aachen. „Bemerkenswert groß”, war das erste, was Markus Krieger durch den Kopf schoss. Als der Leiter des Veranstaltungsmanagements von Alemannia Aachen am Montagmorgen einen Blick in den Tivoli warf, war ein Großteil der Osttribüne hinter einer riesigen Wand verschwunden.

Selten hat der Ausdruck „ganz großes Kino” so sehr gepasst, wie zu dem, was in den kommenden zwei Wochen an der Krefelder Straße ansteht. Die größte aufblasbare Leinwand der Welt steht seit Montag in Aachen. Am Abend strömten die Zuschauer ins Stadion, machten es sich in den Sesseln auf der Business-Tribüne bequem, für den französischen Film „Ziemlich beste Freunde”.

Schon am Sonntagabend war das Team um den Betreiber der XXL-Leinwand, Christoph Schreiber, angerückt, damit das riesige Gebilde samt Technik pünktlich steht. Acht Stahlseile - jedes hält einer Belastung von bis zu fünf Tonnen stand - halten das Kons-trukt an Ort und Stelle. Das Grundprinzip der luftigen Leinwand, die ein wenig an eine gigantische Hüpfburg erinnert, ist denkbar simpel: Große Gebläse haben Sonntagnacht 1,2 Millionen Liter Luft ins Innere der Kunststoffhülle gepumpt. „Innerhalb von knapp 30 Minuten stand sie dann”, erzählt Schreiber. Bis drei Uhr nachts haben er und seine Mitarbeiter daran gearbeitet. Auch am Montag mussten noch jede Menge Detailfragen geklärt werden, damit dem Kinovergnügen am Tivoli nichts mehr im Wege stand.

Kleine Boxen, große Wirkung

So groß die Leinwand daher kommt, so klein wirken im Vergleich dazu die Boxen. Aber der Schein trügt: Denn die gerade einmal einen halben Meter hohen Gehäuse haben es in sich. Line Array heißt das moderne Beschallungssystem, das in den kommenden Wochen für den perfekten Sound sorgt. „Wir beschallen zielgenau das Publikum”, erklärt Schreiber. Dadurch werde zum einen weniger Reflektion erzeugt, zum anderen diene es dem Lärmschutz. Zwei Stunden vor dem Zuschauereinlass fanden deswegen auch noch einmal Messungen statt - auch außerhalb des Stadions. Denn es habe im Vorfeld die Befürchtungen einiger Anwohner gegeben, bestätigte Markus Krieger, dass das ganz große Kino am Tivoli vor allem ein ganz lautes Kino werde.

Doch auch in diesem Punkt konnte am frühen Abend grünes Licht gegeben werden. Rund 50 Leute waren dann ab 20 Uhr im Einsatz, damit alle Cineasten einen unbeschwerten Freiluft-Kinoabend im Tivoli erleben konnten. Nur eines lag nicht in den Händen der Macher: Das Öcher Wetter zeigte sich zum Auftakt nicht sommerlich. Auf die Stimmung schlugen Nieselregen und frühherbstlichen Temperaturen dennoch nicht. „Das wird noch besser in den nächsten Tagen”, versprühte Markus Krieger Optimismus.

Der Reinerlös des „Tivoli Open Air Kinos” kommt „Menschen helfen Menschen”, dem Hilfswerk unserer Zeitung, zugute. Organisiert wird der Aachener Kinosommer von Leo Stürtz, Betreiber des Cinetower Alsdorf und des Aachener Cineplex, sowie von den Mitgliedern des Rotary Clubs Aachen-Nordkreis. Am Diebnstagabend geht es mit dem Thriller „Inception” weiter. Einlass ist ab 20 Uhr. Am Mittwoch brennt bei „Fast & Furios Five” der Asphalt. Neu im Terminkalender: die deutsche Komödie „What a man” am Donnerstag, 19. Juli, bevor am Freitag, 20. Juli, das Drama „Der Gott des Gemetzels” läuft.
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