Ganz Aachen radelt wieder um die Wette

Von: Julia Kessen
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Aachen. Nerviges Gehupe im Berufsverkehr, die Autos stauen sich an den Ampeln und Kreuzungen und wo man hinschaut nur gestresste Autofahrer.

Doch einen interessiert dieses tägliche Szenario ganz und gar nicht, Ulrich Koßmann. Er ist letztes Jahr „Stadtradel-Star“ geworden. Drei Wochen lang hat er auf sein Auto verzichtet und ist insgesamt 800 Kilometer durch Aachen geradelt. Dabei hat er nicht nur CO² gespart, sondern nebenbei dazu beigetragen, dass die Stadt Aachen bei dem Wettbewerb „Stadtradeln“ den 23. Platz von 496 belegen konnte.

Ab sofort Anmeldung möglich

Auch dieses Jahr wird die Stadt Aachen mit der Kampagne „FahrRad in Aachen“ an dem bundesweiten Wettbewerb „Stadtradeln“ teilnehmen, der vom 19. Juni bis 9. Juli stattfinden wird. Ab sofort können sich alle, die sich der Herausforderung stellen möchten, auf www.stadtradeln.de anmelden.

Antreten kann man im Team, als Schulklasse, Bürogemeinschaft oder Verein, aber auch Einzelpersonen können sich für das offene Team eintragen. Alle gefahrenen und angegebenen Kilometer bringen die Stadt im bundesweiten Wettbewerb nach vorne. Sogar die im Urlaub geradelten Kilometer, können in der App oder auf der Internetseite eingetragen werden.

Jede Kommune kann zwei Anwärter für den „Stadtradel-Star“ nominieren. Dieses Jahr tritt Katharina Nippgen an. Die Dreißigjährige fährt seit 2015 kaum noch Auto. „Als damals unser Auto kaputt ging, haben wir uns, statt eines neuen Autos ein Lastenfahrrad gekauft. Damit kann man bis zu 100 Kilo transportieren.“

Die junge Mutter macht alles mit dem Rad. Ihre Tochter in die Kita bringen, zur Arbeit fahren, einkaufen und sie hat noch nie ein Auto vermisst: Darüber freut sich Dr. Stephanie Küpper sehr. Sie ist Leiterin des Projekts „FahrRad in Aachen“ im Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen „Schon jetzt haben wir 180 Anmeldungen für den diesjährigen Wettbewerb“, erklärt Küpper begeistert.

„Der Stadt Aachen ist es sehr wichtig, das Rad fahren in den Alltag zu integrieren. Mit dem Rad ist man viel schneller unterwegs, man findet oft Abkürzungen und kann die Staus umfahren. Außerdem erlebt man die Stadt auch ganz anders, wenn man mit dem Rad unterwegs ist, das ist eine ganz andere Perspektive. Das Rad fahren verbessert auch die Lebensqualität.“

Sicherheit und Verkehrserziehung

Aber auch die Themen Fahrsicherheit und Verkehrserziehung liegen Dr. Küpper, als Leiterin der „FahrRad in Aachen“-Kampagne, sehr am Herzen. „Wir haben ganz viele Projekte, vor allem an Schulen, die auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam machen“, sagt sie und fügt hinzu: „Wir wollen natürlich, dass die Kinder Rad fahren, aber wir wollen, dass sie die Gefahren kennen und genau wissen, wie man sich im Straßenverkehr verhält. Vor allem der tote Winkel ist dabei für uns ein wichtiges Thema.“

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